Diese Wiesengesellschaften kommen nur kleinflächig und zerstreut im Offenland auf frischen Standorten außerhalb der Täler vor. Oft befinden sie sich in Ortsnähe, wo noch regelmäßig gemäht wird. Mit einer durchschnittlichen Artenzahl von fast 30 Arten sind sie artenreicher als die Wiesenfuchsschwanz-Wiesen der Talauen. Neben den beiden nicht immer vorhandenen Kennarten Glatthafer (Arrhenaterum elatior) und Großblütiges Wiesenlabkraut (Galium album) sind eine ganze Reihe weiterer Charakterarten, wie Wiesen-Glockenblume (Campanula patula), Wiesen-Margerite (Leucanthemum ircutianum), Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) und Rauer Löwenzahn (Leontodon hispidus), kennzeichnend.
Ein großer Teil der Wiesen in höher gelegenen Bereichen, besonders in der Hinteren Sächsischen Schweiz, birgt Vorkommen von Goldhafer (Trisetum flavescens), Rotschwingel (Festuca rubra), Rundblättriger Glockenblume (Campanula rotundifolia) sowie verschiedener Frauenmantel-Arten (Alchemilla monticola, A. subcrenata) und lässt sich als eine montane Form der Glatthaferwiese einordnen.
Artenreiche Wiesen können in der Sächsischen Schweiz Spitzenwerte bis zu 60 Arten erreichen. Im Elbtal kommen sehr selten artenreiche Glatthaferwiesen vor, die sich durch Wiesen-Storchschnabel (Geranium pratense), aber auch durch die Kleine Wiesenraute (Thalictrum minus) auszeichnen.
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