Neues aus der Nationalparkregion

11 25 Fünf neue Nationalparkpartner
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27.03.2025
Fünf wichtige Betriebe starten Partnerschaft mit Sachsens einzigem Nationalpark

Fünf wichtige Betriebe, die ganz oder teilweise im touristischen Sektor der Sächsischen Schweiz arbeiten, konnte Uwe Borrmeister, der Leiter der Nationalpark- und Forstverwaltung von Sachsenforst am vergangenen Wochenende bei der Tourismusbörse Sächsische Schweiz im Netzwerk der Nationalparkpartner aufnehmen. Gemeinsam mit Landrat Michael Geisler konnte er im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung des Tourismusverbandes die Plaketten überreichen und in das Netzwerk aufnehmen.

Das Projekt Nationalparkpartner existiert seit 2009. Mit den neu hinzugekommenen Partnern setzen sich jetzt insgesamt 51 Betriebe aus den unterschiedlichsten Kategorien in einem gemeinsamen Netzwerk für einen nachhaltigeren Tourismus in der Nationalparkregion ein und setzen damit bundesweit Maßstäbe. 

Als zentrale Botschaften stehen die Unterstützung der Nationalparkphilosophie, regionale Produkte und die aktive Bewerbung des ÖPNV zur Reduzierung der Verkehrsbelastung im Fokus. Die Unterstützung der nachhaltigen Projekte wie „Gästekarte Mobil“ und „Gutes von Hier“ sowie baubiologische Aspekte spielen im Zertifizierungsverfahren ebenfalls eine wichtige Rolle. 

Jörg Weber ist in der Nationalpark- und Forstverwaltung für regionale Kooperationen zuständig: „Das Projekt Nationalparkpartner ist unser Beitrag zur nachhaltigen Regionalentwicklung. Das Netzwerk unserer Partner ist eine wesentliche Grundlage dafür, dass die Sächsische Schweiz beim Thema Nachhaltigkeit so gut aufgestellt ist und bundesweit ausgezeichnet wurde. Der Nationalpark auf dem Weg zur Wildnis und die nachhaltige Regionalentwicklung ergänzen einander in der Nationalparkregion.“

 

Infoblock – unsere fünf neuen Partner:

Der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) unterstützt seit seiner Gründung die Nationalparkregion“, betont Burkhard Ehlen, Geschäftsführer des VVO. „Neben dem Ausbau der Infrastruktur, unter anderem an den beiden Nationalparkbahnhöfen Bad Schandau und Sebnitz, gehören auch gemeinsame Projekte wie die Gästekarte „Sächsische Schweiz mobil“ und das dichte Zug- und Busangebot zu den Bausteinen unserer Partnerschaft. Besonders stolz sind wir auf die Nationalparkbahn, die die Sächsische und die Böhmische Schweiz verbindet“. Darüber hinaus publizieren der VVO und seine Partner gemeinsam mit dem Nationalpark seit zehn Jahren den touristischen Wanderfahrplan, der das Nahverkehrs-Angebot auf beiden Seiten der Grenze zusammenfasst. Finanziell unterstützte der Verbund in den vergangenen Jahren unter anderem den Bau von zwei Bushaltestellen an der Bastei und Wandertafeln an neun Bahnhöfen entlang der S-Bahn S 1. Zudem engagiert er sich in der Trägergruppe Fahrtziel Natur Sächsische Schweiz.

 

Als Betreiberin der zwei Berggaststätten Kuhstall und Papststein zählt die Firmengruppe „BERGGAST“ auch höhenmäßig zu den Leuchttürmen der Tourismusbranche in der Nationalparkregion. Im Viersterne-Hotel und Restaurant Quartier 5 in Gohrisch trifft Tradition auf Moderne, sprechen Küche und Zimmer Gäste mit gehobenem Anspruch an. Leitbild des Betriebs ist für Firmenchef Uwe Henkenjohann der Genuss im wohnzimmerhaften Ambiente mit einer gemütlichen und gleichzeitig stilvollen Atmosphäre. Dazu gehören die hochwertigen regionalen Gerichte und der nachhaltige Betrieb. 

Seit langem nachhaltig ist das möglicherweise schickste Café im Dresdner S-Bahnnetz das „cafe & bistro drehscheibe“ im Nationalparkbahnhof Bad Schandau. Wenn der Infoschalter das Herz des Nationalparkbahnhofs ist, ist die „drehscheibe“ seine Seele mit entspannt-moderner Atmosphäre und leckeren regionalen Snacks und Bäckerkuchen sieben Tage die Woche.

Proviantomat, so heißt die Firma und so heißen die schicken roten Automaten, in denen frische, regionale und saisonale Lebensmittel und Getränke - 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr - an zahlreichen öffentlich zugänglichen Orten der Nationalparkregion angeboten werden. Das Produktsortiment wirbt gleichzeitig für die vielen Hofläden, Manufakturen und Bauerngüter der Region und lädt zum Füllen des Rucksacks und zum ausgiebigen Genießen der Produkte unserer Landschaft ein. Kurze Transportwege, ressourcenschonende und nachhaltige Logistik und Unterstützung der regionalen Wertschöpfung und Produktvielfalt machen das Unternehmen von Felix Zschoge zum idealen Nationalparkpartner. 

BrotZeitTour ist die Firma von Kristin Arnold mit innovativem Konzept: Warum nicht das Wandern mit gutem Essen kombinieren? Warum nicht Gästen auf Tour zeigen, was die ländliche Region an leckeren Produkten zu bieten hat? BrotZeitTour führt über die Lieblingswege und bringt dabei gutes Essen auf den Tisch. Freut euch auf geführte Wanderungen mit leckerer Verpflegung und den interessantesten Infos zur Nationalparkregion Sächsische Schweiz.

Nicht zuletzt genannt sei hier der Kulturbahnhof Krippen, in dem Eigentümerin Stefanie Mathy mit dem Verein K3 Reisende mit Kultur und Kunsthandwerk empfängt. Seit kurzem steht für Übernachtungsgäste eine liebevoll eingerichtete, großzügige Ferienwohnung im Sandsteindenkmal Bahnhof Krippen zur Verfügung. Besser kann eine Ferienwohnung für eine nahezu CO2-neutrale Anreise mit der Bahn, S-Bahn oder über den Elbradweg nicht gelegen sein.

10 25 Revierleiter Spengler mit Forstwirten und Lärchenstamm
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14.03.2025
Wertvollste Hölzer Sachsens in Dresden versteigert – besondere Stämme aus der Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz waren dabei

Kürzlich war die Dresdner Heide wieder Schauplatz einer besonderen Veranstaltung: die wertvollsten Hölzer Sachsens wurden im Rahmen einer Submission zum Verkauf angeboten. In diesem Jahr präsentierten 59 private, kommunale, kirchliche und staatliche Waldbesitzende insgesamt 500 Stämme von herausragender Qualität, die von holzverarbeitenden Unternehmen aus Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz und Tschechien ersteigert wurden. Der Gesamterlös belief sich auf rund 390.000 €, das sind im Durchschnitt beachtliche 508 € pro Kubikmeter Holz.

Die Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz von Sachsenforst lieferte insgesamt 19 Kubikmeter Holz aus den Wäldern außerhalb des Nationalparks zur Submission. Das entspricht rund der Ladung eines Holz-LKW. 18 Stämme von Roteichen, Fichten und Lärchen konnten insgesamt zu einem Preis von rund 5.500 € verkauft werden.

Ein besonderes Highlight war eine Lärche aus dem Revier Reinhardtsdorf. Die Forstwirte und Revierförster Olav Spengler sind stolz auf den 7 m langen und 44 cm starken Stamm, der allein einen Preis von ca. 716 € (675 €/Kubikmeter) erzielte. Eine niederländische Firma hat den Stamm gekauft und wird daraus begehrtes Furnier herstellen.

Aus dem Revier Berggießhübel wurden zwei bemerkenswerte Kuriositäten versteigert: zwei Fichtenstämme, die besonders große Maserknollen aufwiesen. Dies sind Zellwucherungen, die ein ungehemmtes Wachstum auslösen. Ein Designer aus Arnsdorf erwarb die jeweils 1 m dicken Knollen und plant, daraus einzigartige Tischplatten herzustellen.

Die Roteiche mit der Nummer 340 aus dem Revier Lohmen landete sachsenweit auf Platz 2 bei den Roteichen-Preisen und erreichte einen Wert von 539 € je Kubikmeter Holz (insgesamt 900 €), eine beachtliche Leistung.

Der hohe Wert der Stämme ist das Ergebnis der sorgfältigen Arbeit vieler Förstergenerationen. Einige der genutzten Bäume waren über 140 Jahre alt. 

Die zuständigen Revierförster von Sachsenforst müssen früh die Qualität dieser Bäume erkennen und achten dabei besonders auf gerade und astfreie Stämme. Um das Potenzial möglichst gut auszuschöpfen, müssen diese Bäume stetig gefördert werden. Man gibt ihnen Raum und Licht zum Wachsen und entnimmt bedrängende Bäume, damit die wertvollen Stämme hohe Durchmesser erreichen können.

Wenn die herangezogenen Bäume Jahrzehnte später dann für die Submission ausgewählt wurden, fällen die Forstwirte von Sachsenforst die Bäume fachgerecht, vor allem ohne dass die Stämme aufreißen, schneiden sie entsprechend der Qualität auf die passende Länge und sorgen für ein ansprechendes Bild des Anschnitts. 
Vor Ort auf dem Submissionsplatz werden alle Stämme nach Baumarten sortiert aufgereiht und stehen so den Käufern zur Anschauung bereit. 

Hintergrundinformation:

Auf einer Wertholzsubmission können alle Waldbesitzenden ihre qualitativ hochwertigsten Stämme anbieten und so in der Regel höhere Erlöse erzielen als im gewöhnlichen Holzverkauf. 
Submission ist ein besonderes Verfahren der öffentlichen Ausschreibung. Alle Kaufinteressenten haben die gleiche Chance zum Erwerb des Holzes. Die schriftlich und verschlossen eingereichten Gebote werden alle zum gleichen Termin geöffnet, das höchste Gebot je Stamm gewinnt.

Private Waldbesitzer, die Interesse an der Teilnahme an der nächsten Submission haben, können sich von den Privatwaldförstern ihrer Region von Sachsenforst beraten lassen. Weitere Informationen und Ansprechpartner für ihre Region sind zu finden unter www.sbs.sachsen.de/foerstersuche-27430.html.

09 25 Nationalparkwacht errichtet Amphibienschutzzäune in Ostrau und Waltersdorf 2
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07.03.2025
Nationalpark- und Forstverwaltung baut und betreut Amphibienschutzzäune in Ostrau und Waltersdorf

Rangerinnen und Ranger der Nationalpark- und Forstverwaltung von Sachsenforst haben in dieser Woche Amphibienschutzzäune in Ostrau und Waltersdorf errichtet. Denn sobald die Witterung wieder feuchter wird, wandern Frösche, Kröten, Molche und andere Amphibien von Ende Februar bis Ende April von ihren Landlebensräumen zu den Laichgewässern. Die Zäune sollen verhindern, dass die Tiere auf Straßen geraten, wo sie vielfach von den Reifen überrollt oder auch durch die Druckverhältnisse ohne direkten Kontakt mit den Kraftfahrzeugen sterben. Tempo 50 ist dabei meist schon tödlich.

Die von der Nationalpark- und Forstverwaltung vorübergehend aufgestellten Mattenzäune hindern die Amphibien daran, unter den Zäunen durchzukriechen oder sie zu überspringen. Stattdessen geraten sie in eingegrabene Eimer. Aus diesen nehmen die Rangerinnen und Ranger sie täglich heraus und bringen sie über die Straße. Praktikantinnen und Praktikanten der Nationalpark- und Forstverwaltung unterstützen sie dabei. Teilweise sind auch Anwohner dankenswerterweise bereit, diese Aufgabe zu übernehmen.

Die Ranger der Nationalpark- und Forstverwaltung erfassen die Amphibienarten und die Anzahl pro Art, die sie in den Eimern findet. Demnach sichteten sie an den Waltersdorfer Zäunen in den letzten Jahren vor allem Erdkröten, Grasfrösche und gelegentlich sogar Bergmolche. 

Am Zaun in Ostrau waren bisher Erdkröte und Teichfrosch die festgestellten Hauptarten der Amphibienwanderung. Obwohl an beiden Standorten immer noch zahlreich Tiere wandern, so deuten die erfassten Zahlen auf einen Rückgang bei den verschiedenen Amphibienarten hin. 

Ronny Goldberg, Referent für Artenschutz bei der Nationalpark- und Forstverwaltung, kennt die weiteren verschiedenen Gefährdungen von Amphibien: „Dazu gehört der Einsatz der landwirtschaftlichen Chemikalien, wie Pestizide und Mineraldünger und der Klimawandel mit geringeren Niederschlägen, höheren Temperaturen und einer längeren Sonneneinstrahlung in den Frühjahrs- und Frühsommermonaten.“  

Anderenorts sind auch der Verlust der Teiche und fehlende Schutzzäune verantwortlich für den Rückgang der Amphibienzahlen. Durch die Eigentümer der Teiche der Sächsischen Schweiz, den Einsatz der Ranger und vieler Freiwilliger in der Nationalparkregion können zumindest diese beiden Gefährdungsfaktoren ausgeschlossen werden. 

Die Ranger der Nationalpark- und Forstverwaltung werden die temporären Amphibienschutzzäune bis Anfang Mai wieder entfernen. 

BU:

Foto: P. Hübner

Damit jeder gut zum Ziel kommt: Für Spaziergänger und Wanderer haben die Ranger der Nationalparkwacht Schmilka einen Überstieg über den Amphibienschutzzaun in Ostrau gebaut. 

Ausblick vom Wolfsberg zum Zirkelstein
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28.02.2025
Caspar-David-Friedrich-Weg könnte „Deutschlands schönster Wanderweg“ werden

Im vergangenen Jahr haben die Stadt Bad Schandau, die Gemeinde Reinhardtsdorf-Schöna, die Nationalpark- und Forstverwaltung von Sachsenforst und der Tourismusverband Sächsische Schweiz den Caspar-David-Friedrich Weg als gemeinsames Projekt neu eröffnet. Er verläuft durch die Forstreviere Reinhardtsdorf und Gohrisch.
Nun zählt dieser historische Weg in der Nationalparkregion Sächsische Schweiz zu den 10 nominierten Projekten von „Deutschlands schönstem Wanderweg“. Stimmen Sie mit ab, damit wir Platz 1 erreichen.

Erhält der neue Caspar-David-Friedrich-Weg in der Sächsischen Schweiz den Ritterschlag „Deutschlands schönster Wanderweg“? Nominiert ist er bereits. Jetzt sind Wanderfreunde aufgerufen, für ihn zu stimmen.

Pirna, 27. Februar 2025 (Tourismusverband Sächsische Schweiz) – Es war neben der neuen Ausstellung „CDFriedrich inspiriert“ in Bad Schandau eines der aufwändigsten Jubiläumsprojekte zum 250. Geburtstag des Jahrhundertkünstlers Caspar David Friedrich in der Sächsischen Schweiz: Der ihm gewidmete, 15 Kilometer lange Wanderweg zwischen Krippen und Schöna wurde komplett überarbeitet. Mit neuen Schautafeln, neuen Aussichten und neuer Wegeführung ist die Route wieder ein Wanderhighlight in der Region. Die Stadt Bad Schandau, die Gemeinde Reinhardtsdorf-Schöna, die Nationalpark- und Forstverwaltung von Sachsenforst und der Tourismusverband Sächsische Schweiz (TVSSW) sowie weitere Unterstützer haben das Projekt gemeinsam umgesetzt. In einer jetzt beginnenden Publikumswahl hat der Weg gute Chancen, zu „Deutschlands schönstem Wanderweg“ gekürt zu werden. Der Tourismusverband ruft auf, sich an der Wahl zu beteiligen.

„Wir wissen aus der Erfahrung mit dem Malerweg Elbsandsteingebirge, dass das Prädikat ‚Deutschlands schönster Wanderweg‘ große Signalwirkung hat“, sagt der Vorsitzende des Tourismusverbandes Landrat Michael Geisler. „Wenn wir diesen Titel gewinnen, wird das zahlreiche Natur- und Wanderfreunde zusätzlich in die Sächsische Schweiz locken.“ Bereits die Nominierung sei ein großer Erfolg und ein schöner Lohn für den Aufwand zur Wiederbelebung des Weges.

Hanspeter Mayr, Pressesprecher der Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz, ergänzt: „Der Caspar-David-Friedrich-Weg lädt dazu ein, auch weniger bekannte Bereiche der Sächsischen Schweiz zu entdecken. Darum wäre die Auszeichnung auch für den Naturschutz ein Gewinn.“

Die Publikumswahl „Deutschlands schönster Wanderweg“ wird seit 2006 von der Fachzeitschrift „Wandermagazin“ ausgerichtet. Es ist einer der renommiertesten nationalen Wettbewerbe für Wanderwege. Die Nominierung der Routen erfolgt durch eine vierköpfige Jury aus Wanderexperten. Der Caspar-David-Friedrich-Weg ist eine von zehn nominierten Tagestouren.

Ab dem 1. März können Wanderfreunde ab 16 Jahren aus der ganzen Welt ihre Stimme für den Weg abgeben. Abgestimmt werden kann online unter www.wandermagazin.de/wahlstudio oder per Wahlkarte, die in den Touristinformationen in der Region verfügbar ist. Die Publikumswahl endet am 30. Juni. Die Endergebnisse werden Mitte August verkündet. Weitere Infos zur Abstimmung unter www.nebelmeer.link/dsw

Online-Pressebildarchiv zum Thema:
https://www.press-area.com/elbsandsteingebirge-saechsische-schweiz/bildarchiv/sonderthemen/caspar-david-friedrich-weg.html
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Online-Pressebildarchiv Sächsische Schweiz:
www.press-area.com/elbsandsteingebirge-saechsische-schweiz/bildarchiv

Herausgeber:
Tourismusverband Sächsische Schweiz e. V.
Bahnhofstr. 21, 01796 Pirna
T.: +49 3501 4701-47,
E-Mail: info@saechsische-schweiz.de
www.saechsische-schweiz.de

Pressekontakt:
Anne Jungowitz (THIEL Public Relations e. K.)
Tourismusverband Sächsische Schweiz e. V.
T: +49 351 3148892
E-Mail: presse@saechsische-schweiz.de

Über den Tourismusverband Sächsische Schweiz e. V.:
Der Tourismusverband Sächsische Schweiz ist ein seit 1991 eingetragener Verein mit Sitz in Pirna/Sachsen. Kernaufgaben sind die Vertretung touristischer Interessen im ehemaligen Landkreis Sächsische Schweiz sowie die überregionale und internationale Vermarktung der Destination Sächsische Schweiz. Aktuell zählt die Organisation etwa 400 Mitglieder und kooperiert mit mehr als 600 Unternehmen, Institutionen, Verbänden und Privatpersonen.

Über die Tourismusregion Elbsandsteingebirge/Sächsisch-Böhmische Schweiz:
Das Elbsandsteingebirge – bestehend aus Sächsischer und Böhmischer Schweiz – ist eine der spektakulärsten Landschaften Europas. Die grenzüberschreitende Region befindet sich im äußersten Südosten Deutschlands sowie dem Norden Tschechiens und ist nur wenige Kilometer von der sächsischen Landeshauptstadt Dresden entfernt. Ein Großteil der insgesamt etwa 710 Quadratkilometer großen Region mit reicher Flora und Fauna ist beiderseits der Grenze als Nationalpark und Landschaftsschutzgebiet geschützt. Die Landschaft fasziniert durch ihren Formenreichtum – mit Tafelbergen, Hochflächen, Felsenriffen, Felsnadeln, Schluchten, Wäldern sowie dem Elbtal.

Beginn Waldbrandsaison
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28.02.2025
Beginn der Waldbrandsaison

Waldbrandsaison 2025 startet am 1. März

Gemeinsame Pressemitteilung von Sachsenforst und Deutschem Wetterdienst

Ab dem 1. März informieren Sachsenforst und der Deutsche Wetterdienst wieder tagaktuell über die örtliche Waldbrandgefahr in Sachsen. Bis zum Oktober wird die Waldbrandgefahr für 31 sächsische Vorhersageregionen in fünf Gefahrenstufen – von 1 (sehr geringe) bis 5 (sehr hohe Gefahr) – berechnet und täglich bekanntgegeben. In den Regionen des sächsischen Tieflandes, die aufgrund der sandigen Böden und geringeren Niederschläge besonders durch Waldbrände gefährdet sind, startet parallel die kameragestützte Waldbrandüberwachung durch die Landkreise.


Geringere Waldbrandfläche in 2024
2024 hat es insgesamt 94-mal in Sachsens Wäldern gebrannt. Damit bewegt sich die Anzahl auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr (110 Waldbrände). Die betroffene Waldfläche von ca. 10 Hektar fällt im Vergleich zu den Vorjahren deutlich niedriger aus. Das liegt vor allem darin begründet, dass es in 2024 keinen ausgedehnten Flächenbrand wie in den Vorjahren gab.

Falk Böttcher, Deutscher Wetterdienst: „Der überdurchschnittliche Niederschlag im vergangenen Jahr hat zu der erfreulichen Waldbrandbilanz beigetragen. Dass es auch in diesem Jahr so glimpflich ausgeht, ist mit Blick auf die aktuellen Daten nicht so sicher, denn der Februar geht mit zu geringer Niederschlagsmenge zu Ende und die längerfristigen Vorhersagen zeigen allenfalls durchschnittliche Niederschlagsmengen bei überdurchschnittlicher Temperatur, so dass die daraus resultierende Verdunstung relativ schnell wieder zu einem erhöhten Waldbrandrisiko führen kann.“

Richtiges Verhalten schützt vor Waldbränden
Landesforstpräsident Utz Hempfling appelliert an die Bevölkerung: „Der Mensch ist der Hauptverursacher von Waldbränden. Im letzten Jahr sind rund dreiviertel aller Waldbrände durch den Menschen ausgelöst worden. Häufig ist dabei fahrlässiges Verhalten im und um den Wald der Grund. Blitzschlag, als einzige natürliche Ursache, ist im langjährigen Schnitt lediglich für 5% der Waldbrände verantwortlich.“ Um das Waldbrandrisiko zu senken, sind auch die Waldbesitzenden aufgerufen, vorbeugende Maßnahmen entsprechend ihrer Möglichkeiten zu ergreifen. Die zuständigen Revierleiterinnen und Revierleiter für die Privat- und Körperschaftswaldreviere beraten die Waldbesitzer dazu kostenlos.
„Im Staatswald betreiben wir vor allem durch den Waldumbau vorbeugenden Waldbrandschutz, indem die Brandlast von reinen Nadelbaumbeständen durch die Erhöhung der Laubbaumanteile gesenkt wird. Darüber hinaus steht Sachsenforst weiterhin in Kontakt mit den zuständigen Behörden und Institutionen für Brand- und Katastrophenschutz. Gemeinsame Waldbrandschutzübungen sind ein wichtiger Teil unserer Zusammenarbeit. Das führen wir auch konsequent fort.“, so Landesforstpräsident Utz Hempfling weiter.

Mit der Beachtung folgender Regeln können Waldbrände verhindert werden:

  • In Sachsen ist der Umgang mit offenem Feuer im Wald und in dessen Nähe (bis in 100 Meter Entfernung) grundsätzlich ganzjährig verboten. Darunter fallen unter anderem das Rauchen sowie das Zünden von Lagerfeuern und das Grillen.
  • Neben offenem Feuer gehen auch Gefahren durch aufgeheizte Katalysatoren von abgestellten Fahrzeugen auf trockener Bodenvegetation aus.
  • Die Zufahrtswege zu Waldgebieten müssen für Rettungsfahrzeuge freigehalten werden.
  • Wer einen Waldbrand entdeckt, ist verpflichtet, unverzüglich einen Notruf (112) abzusetzen. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr kann eine weitere Ausbreitung von Waldbränden in den meisten Fällen effektiv verhindert werden.
  • Bei den Waldbrandgefahrenstufen 4 und 5 ist große Vorsicht bei Waldbesuchen geboten oder ggf. auf einen Waldbesuch zu verzichten. Die Landkreise und kreisfreien Städte können in diesen Fällen den Zugang zu den Wäldern auch beschränken oder den Wald sperren.

Online und mobil: Weitere Informationen zur Waldbrandgefährdung
Alle Informationen zur aktuellen Waldbrandgefahr und dem richtigen Verhalten bietet schnell, unkompliziert und kostenlos die mobile App „Waldbrandgefahr Sachsen“ von Sachsenforst. Über die integrierte Notruf- und Standort-Funktion kann jede und jeder einen aktiven Beitrag zum Waldbrandschutz und zur eigenen Sicherheit leisten. Dank der GPS-gestützten Standortermittlung sind die exakte Position des Brandortes und der nächstgelegene Rettungspunkt im Wald leicht zu ermitteln. Die Waldbrand-App ist in allen gut sortierten App-Stores kostenfrei erhältlich.
Die aktuellen Waldbrandgefahrenstufen und Informationen zu Sachsenforst erhalten Sie auf www.sachsenforst.de. Den Deutschen Wetterdienst und aktuelle Informationen zu Wetter und Klima finden Sie unter www.dwd.de. Ausführliche Informationen zum vorbeugenden Waldbrandschutz und zur Überwachung der Waldgebiete können Sie im Waldportal Sachsen abrufen (www.wald.sachsen.de/waldbrandgefaehrdung-4186.html).

 

Anlage: Waldbrand Infografik Sachsen 2025

Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung setzen Maßnahmen zur Waldbrandprävention um, darunter das Entfernen von trockenem Gehölz und das Anlegen von Schutzstreifen.
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20.02.2025
Weitere Maßnahmen zur Waldbrandvorbeugung im Nationalpark Sächsische Schweiz umgesetzt

Die Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz von Sachsenforst hat kürzlich zwei weitere Maßnahmen zur Waldbrandvorbeugung umgesetzt und weiterentwickelt, um insbesondere den Schutz vor Waldbränden, die von illegalen Lagerfeuern ausgehen können, zu verbessern. In einem schmalen Kerbtal im hinteren Teil des Nationalparks Sächsische Schweiz wurden in einem innovativen Pilotprojekt zur Waldbrandfrüherkennung in Kooperation mit einem großen deutschen Technologiekonzern spezielle Waldbrandsensoren installiert.

Ziel dieses Projekts ist es, die Zuverlässigkeit und Effizienz der Rauchgassensoren und deren Übertragungstechnik für die Waldbrandfrüherkennung unter realen Bedingungen zu bewerten. In einem aktuellen Test wurden letzten Sonnabend künstlich mit Rauchgasen die Reaktionsfähigkeit der im Wald verteilten Sensoren und deren Datenübertragung ins Mobilfunknetz überprüft. Die Ergebnisse des Tests zeigten eine zuverlässige Datenübertragung, die für die schnelle Reaktion im Falle eines Brandes entscheidend ist. Ein weiterer Test bei voller Belaubung ist geplant.

Der aktuelle Test im Pilotprojekt wurde in enger Zusammenarbeit mit dem erfahrenen Nationalparkpartner Freiwillige Ortsfeuerwehr Ottendorf sowie weiteren wichtigen Akteuren durchgeführt. Einbezogen waren die stellvertretenden ehrenamtlichen Kreisbrandmeister des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Kay-Uwe Rehn und Michael Lehmann, der Ortswehrleiter der Feuerwehr Ottendorf, Dominique Weidensdörfer, und der stellvertretende Gemeindewehrleiter der Großen Kreisstadt Sebnitz, Martin Schwarz. Zudem waren Jaroslav Hocko vom Nationalpark Böhmische Schweiz sowie von Sachsenforst Mitarbeiterinnen der Nationalparkwacht sowie der Leiter Alexander Nowak und Dr. Louis Georgi, Referent für Waldbrandschutz der Nationalpark- und Forstverwaltung von Sachsenforst an dem Projekt beteiligt.

Ein weiteres Element zur Verbesserung der Waldbrandschutzmaßnahmen war die Ertüchtigung einer grenzüberschreitenden Einsatzroute im grenznahen Gebiet des Nationalparks. Dort hat die Nationalpark- und Forstverwaltung von Sachsenforst kürzlich noch vor Beginn der Balz- und Brutzeit quer liegende Baumstämme beräumt und den Weg für Quads und kleine geländegängige Fahrzeuge für den Notfalleinsatz der Feuerwehr passierbar gemacht.

Die Vertreter der Feuerwehren lobten die gute Kooperation und die erfolgreiche Umsetzung der gemeinsam abgestimmten Maßnahmen zum Waldbrandschutz. Dank dieser Verbesserungen können die Einsatzkräfte nun auch in diesem sensiblen Bereich nahe der deutsch-tschechischen Grenze noch schneller und effizienter auf Brände reagieren und sich im Notfall sicher zurückziehen.

Der Hintere Große Zschand gehört im sensiblen grenznahen Bereich zum größten unzerschnittenen grenzübergreifend zusammenhängenden Ruhebereich der Nationalparke. Beide Nationalparke wollen diesen seltenen Ruhecharakter in den Kernzonen auch für die Zukunft bewahren, weshalb die Einsatzstrecke nicht als zusätzlicher touristischer Weg markiert und geöffnet wird, sondern sowohl auf tschechischer als auch auf deutscher Seite nur für die Feuerwehren für den Notfall im Waldbrandeinsatz passierbar und abgestimmt ist.

Diese beiden aktuellen Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Maßnahmenbündels zur Verbesserung des vorbeugenden Waldbrandschutzes in Umsetzung der Waldbrandschutzkonzeption für die Nationalparkregion Sächsische Schweiz. Die Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz ist sehr dankbar für die langanhaltende Unterstützung durch das Landratsamt Sächsische Schweiz – Osterzgebirge und die Ortsfeuerwehren sowie der Kolleginnen und Kollegen der Nationalparkverwaltung Böhmische Schweiz.