Neues aus der Nationalparkregion

Gemeinsame Pressemitteilung der DB Regio AG, des Regionalverkehrs Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, des Tourismusverbandes Sächsische Schweiz, der Nationalpark- und Forstverwaltung von Sachsenforst und des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO), unserem neuen Nationalparkpartner. Sie wurde federführend von der Pressestelle des VVO, Herrn Christian Schlemper herausgegeben:
Einfach, schnell und bequem: Mit Bahn, Bus und Fähre in die Nationalparkregion Sächsische Schweiz
• Mehr Züge auf der S 1 und Regionalexpress ab Leipzig direkt bis Schöna
• Wanderexpress Bohemica startet nach Litoměřice
• Mehr Busse rund um Bad Schandau und zur Bastei im Einsatz
Am 29. März tritt bei vielen Partnern im Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) der Sommerfahrplan in Kraft. Bahnen und Busse, Fähren und das grenzüberschreitende Wanderschiff starten in die Ausflugssaison 2025. Dank umfangreicher Erweiterungen im Busverkehr sind alle Freizeitziele in der Nationalparkregion Sächsische Schweiz trotz gesperrter Brücke in Bad Schandau bequem erreichbar.
Auf der Linie S 1 der S-Bahn Dresden fahren ab dem 29. März bis 2. November an Sonn- und Feiertagen zwei zusätzliche Zugpaare. Ein Zug fährt 9.38 Uhr vom Dresdner Hauptbahnhof nach Schöna, der zweite setzt sich 10.14 Uhr elbaufwärts in Bewegung. Zurück nach Dresden kommen die Ausflügler ebenfalls ganz bequem mit der S-Bahn-Linie S 1. Die zusätzlichen Züge verlassen Schöna um 16.08 Uhr und 16.42 Uhr.
An den Samstagen zwischen dem 29. März und 2. November wird die morgendliche Fahrt um 8 Uhr ab Leipzig Hauptbahnhof bis in die Sächsische Schweiz verlängert. Die Züge halten in Pirna, Stadt Wehlen, Kurort Rathen, Königstein, Bad Schandau, Schmilka und enden in Schöna. Dort starte die Rückfahrt um 16.08 Uhr.
Für einen Ausflug nach Böhmen empfiehlt sich zum einen die Nationalparkbahn U 28, die im Zwei-Stunden-Takt Rumburk, Sebnitz, Bad Schandau und Děčín verbindet. Andererseits ist ab 29. März der Wanderexpress Bohemica im Einsatz, der bis 2. November an Samstagen, Sonn- und Feiertagen Sachsen und Böhmen verbindet. Ohne umzusteigen können Fahrgäste vom Dresdner Hauptbahnhof 7.45 Uhr nach Litoměřice fahren, wo sie 9.45 Uhr ankommen. Zurück nach Dresden geht es von dort aus 16.12 Uhr.
Der Regionalverkehr Sächsische Schweiz Osterzgebirge (RVSOE) weitet sein Fähr- und Busangebot deutlich aus. So wird eine neue Fährverbindung zwischen dem Nationalpark-Bahnhof Bad Schandau und der Elbbrücke Bad Schandau eingeführt. Diese neue Elbquerung fährt alle 30 Minuten und ermöglicht direkte Anschlüsse an Busse auf beiden Elbseiten und die S-Bahn S1. Zwischen Bad Schandau, Elbkai und dem Nationalpark-Bahnhof bieten die Fähren täglich vier Abfahrten pro Stunde. Die Querfähre F3 zwischen Postewitz und Krippen bzw. als Längsfähre zum Elbkai sowie die kurze Fährverbindung der Fähre F5 zwischen dem Anleger Krippen, Bornsteg und Bad Schandau, Elbkai ergänzen das dichte Angebot. Auf beiden Seiten der Elbe wurden Buslinien an den Fährzeiten ausgerichtet, zudem der Fahrplan auf wichtigen Verbindungen wie nach Gohrisch, Schmilka und Schöna auf einen Stundentakt verdichtet. Auch zwischen Bad Schandau, Hohnstein und der Bastei sind in der Ausflugssaison die Busse stündlich im Einsatz, viele Fahrten werden zudem bis Pirna verlängert. Zwischen Sebnitz und Bad Schandau wird der Fahrplan um zusätzliche Fahrten am Abend erweitert, eine weitere Fahrt der Linie 260 am frühen Abend bietet zudem ab Bad Schandau, Elbbrücke Anschluss vom Eurocity aus Hamburg und Berlin nach Sebnitz bzw. Ottendorf und Hinterhermsdorf. Neben den Erweiterungen des Angebotes auf den Linien von und nach Bad Schandau ändert sich zudem das Angebot zwischen Königstein und Rosenthal, wo die Busse in der Woche stündlich unterwegs sind. Am Wochenende bietet die FahrradBus-Linie 217 alle zwei Stunden direkte Verbindungen nach Tschechien.
Darüber hinaus ist die Kirnitzschtalbahn ab 29. März wieder im 30-Minuten-Takt unterwegs. Neben dem täglichen Fahrplan mit Abfahrten zwischen 8.15 Uhr und nach 19 Uhr, ab 28. April bis nach 20 Uhr, sind an Feiertagen zusätzlich historische Wagen im Einsatz. In diesem Jahr rollen die besonderen Schätze am 1. Mai, zu Pfingsten, zum Kirnitzschtalfest vom 26. bis 27. Juli und am 3. Oktober zwischen Bad Schandau und dem Lichtenhainer Wasserfall.
Damit Gäste ihre Ausflüge noch einfacher planen können, haben der Tourismusverband Sächsische Schweiz und die Nationalpark- und Forstverwaltung von Sachsenforst gemeinsam mit dem VVO und RVSOE eine neue, übersichtliche Liniennetzkarte entwickelt – ein hilfreicher Begleiter für die Ausflugsplanung, der auf den Webseiten des Tourismusverbandes und des RVSOE zum Download bereitsteht.
Genaue Fahrplanauskünfte sind an der VVO-InfoHotline unter 0351 8526555, beim RVSOE unter 03501 7111999 und im Internet unter www.vvo-online.de, www.bahn.de sowie www.rvsoe.de erhältlich.
Foto: Maria Miersch (TV Sächsische Schweiz, Jörg Weber (Nationalpark- und Forstverwaltung), Gabriele Clauss (VVO) und Sabine Schuricht (RVSOE) mit der neuen Karte, die es bald auch als Abreißblock geben wird. Foto: Marko Förster

In den letzten Wochen führte das Forstunternehmen René Richter im Revier Lohmen Waldpflegearbeiten durch. Revierleiter Knut Tröber ist seit fast 26 Jahren für die Pflege der Waldbestände innerhalb und außerhalb des Nationalparks im Bereich Lohmen verantwortlich. Seit 2024 gehören auch die Staatswälder bis Dürrröhrsdorf-Dittersbach dazu.
Wie seine Försterkolleginnen und -kollegen im gesamten sächsischen Staatswald folgt er dabei den Prinzipien der integrativen naturgemäßen Waldbewirtschaftung, kurz INW. Kern dieses Konzepts ist eine dynamische Arbeit mit der Natur: Naturschutz-Maßnahmen sind genauso wichtig wie die Holznutzung und die Erholungsvorsorge. Die Förster setzen in der Waldbewirtschaftung bewusst auch auf natürlich ablaufende Prozesse der Waldentwicklung. Ihr Ziel sind strukturierte, standortgerechte und stabile Mischwälder. Diese sind robuster und anpassungsfähiger als überwiegend gleichaltrige Nadelholzreinbestände.
„Wir Förster haben mit der INW eine Grundlage für die Waldbewirtschaftung, die wir angepasst an die örtlichen Gegebenheiten umsetzen“, so der Revierförster.
In einem Waldgebiet außerhalb des Nationalparks nahe der Lohmener Försterei erklärt Knut Tröber sein Vorgehen bei der Bestandespflege. Die Waldpflegemaßnahmen werden zum überwiegenden Teil mit einem Harvester ausgeführt. In Bereichen mit Waldverjüngung kommen Waldarbeiter mit Motorkettensäge zum Einsatz.
Kleine Bäume verschiedener Baumarten stehen hier neben über 30 Meter hohen und mehr als 120 Jahre alten Bäumen. An einer Stelle wachsen junge Weißtannen aus Gruppen kleiner Fichten. „Ich werde einen Teil der Fichten entnehmen, damit die Tannen weiterwachsen können“, so der Förster. Neben der Weißtanne fördert er Eiche, Buche, Ahorn und Kiefer. Denn für diese Baumarten passen die Bodenbedingungen am Standort. Sie zu fördern heißt allerdings Nachbarbäume zu entnehmen, um die Konkurrenz um Wasser, Licht und Nährstoffe zu verringern. So unterstützt Knut Tröber die Mischung der Baumarten.
Auch „Samenbäume“ fördert er gezielt. Sie sorgen für die natürliche Verjüngung des Waldes. Der Vorteil: Die natürliche Verjüngung ist kostenfrei im Vergleich zur Aufzucht und Pflanzung von Jungpflanzen aus der Baumschule. Zugleich ist der natürliche Jungwuchs stabiler als Pflanzgut.
Zentraler Bestandteil der INW ist auch das Anlegen bzw. der Erhalt von Kleinbiotopen. Alte Bäume mit Höhlen dienen beispielsweise als Biotopbäume für Vögel und andere Lebewesen. „Wir wollen wertvolles Holz erzeugen und gleichzeitig Bäume mit besonderen ökologischen Eigenschaften sowie Totholz im Wald belassen. Sie sind wichtig für die Vielfalt im Lebensraum Wald“, erklärt Knut Tröber.
In einem benachbarten Bereich fällt, entastet und zerschneidet das Forstunternehmen mit einem Harvester die von Knut Tröber markierten Bäume. Ein Harvester ist eine Forstspezialmaschine mit einem Fällaggregat an einem ca.10 m langen Kranarm. Um Schäden am Waldboden zu vermeiden, dürfen sich die schweren Forstmaschinen nur auf sogenannten Holzrückegassen bewegen. Diese liegen in der Regel im Abstand von 40 Metern im Bestand.
Nachdem in den letzten Jahren viele vom Borkenkäfer befallene Bestände bearbeitet werden mussten, kann er sich gegenwärtig wieder der planmäßigen Waldpflege widmen.
„Das aktive Gestalten des Waldes mit der Nutzung von natürlichen Ressourcen zu verbinden ist eine interessante und anspruchsvolle Tätigkeit, die uns Revierleiter immer wieder vor neue Herausforderungen stellt“, so die Aussage des Revierleiters.
Neben Flächen im Wirtschaftswald gehören zu seinem Revier auch Waldflächen im Nationalpark. Hier gilt überwiegend das Motto „Natur Natur sein lassen“. Im Ruhebereich des Nationalparks hat seit den trockenen Jahren 2018/2019 der Borkenkäfer viele der früheren Fichtenforste zum Absterben gebracht. Dort ist zu beobachten, wie sich der Wald ohne menschlichen Eingriff entwickelt.
Hintergrund:
Basierend auf einem Erlass des Sächsischen Ministeriums für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft aus dem Jahr 2022 ist der Wald im Eigentum des Freistaates Sachsen nach den Vorgaben der Integrativen naturgemäßen Waldbewirtschaftung, kurz INW, zu bewirtschaften. Ziel dieser an der Natur orientierten Bewirtschaftung ist es, die Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes auch in Zukunft zu gewährleisten.
Erklärung des Begriffes INW:
Die integrative Waldwirtschaft strebt an, verschiedenen gesellschaftlichen Ansprüchen an den Wald gerecht zu werden. Sie verfolgt das Ziel, ökologische, ökonomische und soziale Aspekte gleichermaßen bei der Bewirtschaftung der gesamten Waldfläche zu beachten (Kraus, Krumm 2013). Zugrunde liegt die Erkenntnis, dass eine integrative Bewirtschaftung, die Ökosystemleistungen ausgewogen berücksichtigt, Wälder resilienter und attraktiver macht (Larsen et al. 2022).
Weitere Informationen auf der Internetseite des Sächsischen Ministeriums für Umwelt und Landwirtschaft unter https://www.wald.sachsen.de/waldbewirtschaftung-4061.html
BU:
Foto: K. Partzsch
Wertvolles Fachwissen: Revierförster Knut Tröber (r.) hat einen Baum für die Fällung markiert und erklärt der Forstinspektoranwärterin Franziska Mibs das Vorgehen bei der Bestandespflege mit der Auswahl der zu fällenden Bäume.

Fünf wichtige Betriebe, die ganz oder teilweise im touristischen Sektor der Sächsischen Schweiz arbeiten, konnte Uwe Borrmeister, der Leiter der Nationalpark- und Forstverwaltung von Sachsenforst am vergangenen Wochenende bei der Tourismusbörse Sächsische Schweiz im Netzwerk der Nationalparkpartner aufnehmen. Gemeinsam mit Landrat Michael Geisler konnte er im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung des Tourismusverbandes die Plaketten überreichen und in das Netzwerk aufnehmen.
Das Projekt Nationalparkpartner existiert seit 2009. Mit den neu hinzugekommenen Partnern setzen sich jetzt insgesamt 51 Betriebe aus den unterschiedlichsten Kategorien in einem gemeinsamen Netzwerk für einen nachhaltigeren Tourismus in der Nationalparkregion ein und setzen damit bundesweit Maßstäbe.
Als zentrale Botschaften stehen die Unterstützung der Nationalparkphilosophie, regionale Produkte und die aktive Bewerbung des ÖPNV zur Reduzierung der Verkehrsbelastung im Fokus. Die Unterstützung der nachhaltigen Projekte wie „Gästekarte Mobil“ und „Gutes von Hier“ sowie baubiologische Aspekte spielen im Zertifizierungsverfahren ebenfalls eine wichtige Rolle.
Jörg Weber ist in der Nationalpark- und Forstverwaltung für regionale Kooperationen zuständig: „Das Projekt Nationalparkpartner ist unser Beitrag zur nachhaltigen Regionalentwicklung. Das Netzwerk unserer Partner ist eine wesentliche Grundlage dafür, dass die Sächsische Schweiz beim Thema Nachhaltigkeit so gut aufgestellt ist und bundesweit ausgezeichnet wurde. Der Nationalpark auf dem Weg zur Wildnis und die nachhaltige Regionalentwicklung ergänzen einander in der Nationalparkregion.“
Infoblock – unsere fünf neuen Partner:
„Der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) unterstützt seit seiner Gründung die Nationalparkregion“, betont Burkhard Ehlen, Geschäftsführer des VVO. „Neben dem Ausbau der Infrastruktur, unter anderem an den beiden Nationalparkbahnhöfen Bad Schandau und Sebnitz, gehören auch gemeinsame Projekte wie die Gästekarte „Sächsische Schweiz mobil“ und das dichte Zug- und Busangebot zu den Bausteinen unserer Partnerschaft. Besonders stolz sind wir auf die Nationalparkbahn, die die Sächsische und die Böhmische Schweiz verbindet“. Darüber hinaus publizieren der VVO und seine Partner gemeinsam mit dem Nationalpark seit zehn Jahren den touristischen Wanderfahrplan, der das Nahverkehrs-Angebot auf beiden Seiten der Grenze zusammenfasst. Finanziell unterstützte der Verbund in den vergangenen Jahren unter anderem den Bau von zwei Bushaltestellen an der Bastei und Wandertafeln an neun Bahnhöfen entlang der S-Bahn S 1. Zudem engagiert er sich in der Trägergruppe Fahrtziel Natur Sächsische Schweiz.
Als Betreiberin der zwei Berggaststätten Kuhstall und Papststein zählt die Firmengruppe „BERGGAST“ auch höhenmäßig zu den Leuchttürmen der Tourismusbranche in der Nationalparkregion. Im Viersterne-Hotel und Restaurant Quartier 5 in Gohrisch trifft Tradition auf Moderne, sprechen Küche und Zimmer Gäste mit gehobenem Anspruch an. Leitbild des Betriebs ist für Firmenchef Uwe Henkenjohann der Genuss im wohnzimmerhaften Ambiente mit einer gemütlichen und gleichzeitig stilvollen Atmosphäre. Dazu gehören die hochwertigen regionalen Gerichte und der nachhaltige Betrieb.
Seit langem nachhaltig ist das möglicherweise schickste Café im Dresdner S-Bahnnetz das „cafe & bistro drehscheibe“ im Nationalparkbahnhof Bad Schandau. Wenn der Infoschalter das Herz des Nationalparkbahnhofs ist, ist die „drehscheibe“ seine Seele mit entspannt-moderner Atmosphäre und leckeren regionalen Snacks und Bäckerkuchen sieben Tage die Woche.
Proviantomat, so heißt die Firma und so heißen die schicken roten Automaten, in denen frische, regionale und saisonale Lebensmittel und Getränke - 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr - an zahlreichen öffentlich zugänglichen Orten der Nationalparkregion angeboten werden. Das Produktsortiment wirbt gleichzeitig für die vielen Hofläden, Manufakturen und Bauerngüter der Region und lädt zum Füllen des Rucksacks und zum ausgiebigen Genießen der Produkte unserer Landschaft ein. Kurze Transportwege, ressourcenschonende und nachhaltige Logistik und Unterstützung der regionalen Wertschöpfung und Produktvielfalt machen das Unternehmen von Felix Zschoge zum idealen Nationalparkpartner.
BrotZeitTour ist die Firma von Kristin Arnold mit innovativem Konzept: Warum nicht das Wandern mit gutem Essen kombinieren? Warum nicht Gästen auf Tour zeigen, was die ländliche Region an leckeren Produkten zu bieten hat? BrotZeitTour führt über die Lieblingswege und bringt dabei gutes Essen auf den Tisch. Freut euch auf geführte Wanderungen mit leckerer Verpflegung und den interessantesten Infos zur Nationalparkregion Sächsische Schweiz.
Nicht zuletzt genannt sei hier der Kulturbahnhof Krippen, in dem Eigentümerin Stefanie Mathy mit dem Verein K3 Reisende mit Kultur und Kunsthandwerk empfängt. Seit kurzem steht für Übernachtungsgäste eine liebevoll eingerichtete, großzügige Ferienwohnung im Sandsteindenkmal Bahnhof Krippen zur Verfügung. Besser kann eine Ferienwohnung für eine nahezu CO2-neutrale Anreise mit der Bahn, S-Bahn oder über den Elbradweg nicht gelegen sein.

Kürzlich war die Dresdner Heide wieder Schauplatz einer besonderen Veranstaltung: die wertvollsten Hölzer Sachsens wurden im Rahmen einer Submission zum Verkauf angeboten. In diesem Jahr präsentierten 59 private, kommunale, kirchliche und staatliche Waldbesitzende insgesamt 500 Stämme von herausragender Qualität, die von holzverarbeitenden Unternehmen aus Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz und Tschechien ersteigert wurden. Der Gesamterlös belief sich auf rund 390.000 €, das sind im Durchschnitt beachtliche 508 € pro Kubikmeter Holz.
Die Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz von Sachsenforst lieferte insgesamt 19 Kubikmeter Holz aus den Wäldern außerhalb des Nationalparks zur Submission. Das entspricht rund der Ladung eines Holz-LKW. 18 Stämme von Roteichen, Fichten und Lärchen konnten insgesamt zu einem Preis von rund 5.500 € verkauft werden.
Ein besonderes Highlight war eine Lärche aus dem Revier Reinhardtsdorf. Die Forstwirte und Revierförster Olav Spengler sind stolz auf den 7 m langen und 44 cm starken Stamm, der allein einen Preis von ca. 716 € (675 €/Kubikmeter) erzielte. Eine niederländische Firma hat den Stamm gekauft und wird daraus begehrtes Furnier herstellen.
Aus dem Revier Berggießhübel wurden zwei bemerkenswerte Kuriositäten versteigert: zwei Fichtenstämme, die besonders große Maserknollen aufwiesen. Dies sind Zellwucherungen, die ein ungehemmtes Wachstum auslösen. Ein Designer aus Arnsdorf erwarb die jeweils 1 m dicken Knollen und plant, daraus einzigartige Tischplatten herzustellen.
Die Roteiche mit der Nummer 340 aus dem Revier Lohmen landete sachsenweit auf Platz 2 bei den Roteichen-Preisen und erreichte einen Wert von 539 € je Kubikmeter Holz (insgesamt 900 €), eine beachtliche Leistung.
Der hohe Wert der Stämme ist das Ergebnis der sorgfältigen Arbeit vieler Förstergenerationen. Einige der genutzten Bäume waren über 140 Jahre alt.
Die zuständigen Revierförster von Sachsenforst müssen früh die Qualität dieser Bäume erkennen und achten dabei besonders auf gerade und astfreie Stämme. Um das Potenzial möglichst gut auszuschöpfen, müssen diese Bäume stetig gefördert werden. Man gibt ihnen Raum und Licht zum Wachsen und entnimmt bedrängende Bäume, damit die wertvollen Stämme hohe Durchmesser erreichen können.
Wenn die herangezogenen Bäume Jahrzehnte später dann für die Submission ausgewählt wurden, fällen die Forstwirte von Sachsenforst die Bäume fachgerecht, vor allem ohne dass die Stämme aufreißen, schneiden sie entsprechend der Qualität auf die passende Länge und sorgen für ein ansprechendes Bild des Anschnitts.
Vor Ort auf dem Submissionsplatz werden alle Stämme nach Baumarten sortiert aufgereiht und stehen so den Käufern zur Anschauung bereit.
Hintergrundinformation:
Auf einer Wertholzsubmission können alle Waldbesitzenden ihre qualitativ hochwertigsten Stämme anbieten und so in der Regel höhere Erlöse erzielen als im gewöhnlichen Holzverkauf.
Submission ist ein besonderes Verfahren der öffentlichen Ausschreibung. Alle Kaufinteressenten haben die gleiche Chance zum Erwerb des Holzes. Die schriftlich und verschlossen eingereichten Gebote werden alle zum gleichen Termin geöffnet, das höchste Gebot je Stamm gewinnt.
Private Waldbesitzer, die Interesse an der Teilnahme an der nächsten Submission haben, können sich von den Privatwaldförstern ihrer Region von Sachsenforst beraten lassen. Weitere Informationen und Ansprechpartner für ihre Region sind zu finden unter www.sbs.sachsen.de/foerstersuche-27430.html.

Rangerinnen und Ranger der Nationalpark- und Forstverwaltung von Sachsenforst haben in dieser Woche Amphibienschutzzäune in Ostrau und Waltersdorf errichtet. Denn sobald die Witterung wieder feuchter wird, wandern Frösche, Kröten, Molche und andere Amphibien von Ende Februar bis Ende April von ihren Landlebensräumen zu den Laichgewässern. Die Zäune sollen verhindern, dass die Tiere auf Straßen geraten, wo sie vielfach von den Reifen überrollt oder auch durch die Druckverhältnisse ohne direkten Kontakt mit den Kraftfahrzeugen sterben. Tempo 50 ist dabei meist schon tödlich.
Die von der Nationalpark- und Forstverwaltung vorübergehend aufgestellten Mattenzäune hindern die Amphibien daran, unter den Zäunen durchzukriechen oder sie zu überspringen. Stattdessen geraten sie in eingegrabene Eimer. Aus diesen nehmen die Rangerinnen und Ranger sie täglich heraus und bringen sie über die Straße. Praktikantinnen und Praktikanten der Nationalpark- und Forstverwaltung unterstützen sie dabei. Teilweise sind auch Anwohner dankenswerterweise bereit, diese Aufgabe zu übernehmen.
Die Ranger der Nationalpark- und Forstverwaltung erfassen die Amphibienarten und die Anzahl pro Art, die sie in den Eimern findet. Demnach sichteten sie an den Waltersdorfer Zäunen in den letzten Jahren vor allem Erdkröten, Grasfrösche und gelegentlich sogar Bergmolche.
Am Zaun in Ostrau waren bisher Erdkröte und Teichfrosch die festgestellten Hauptarten der Amphibienwanderung. Obwohl an beiden Standorten immer noch zahlreich Tiere wandern, so deuten die erfassten Zahlen auf einen Rückgang bei den verschiedenen Amphibienarten hin.
Ronny Goldberg, Referent für Artenschutz bei der Nationalpark- und Forstverwaltung, kennt die weiteren verschiedenen Gefährdungen von Amphibien: „Dazu gehört der Einsatz der landwirtschaftlichen Chemikalien, wie Pestizide und Mineraldünger und der Klimawandel mit geringeren Niederschlägen, höheren Temperaturen und einer längeren Sonneneinstrahlung in den Frühjahrs- und Frühsommermonaten.“
Anderenorts sind auch der Verlust der Teiche und fehlende Schutzzäune verantwortlich für den Rückgang der Amphibienzahlen. Durch die Eigentümer der Teiche der Sächsischen Schweiz, den Einsatz der Ranger und vieler Freiwilliger in der Nationalparkregion können zumindest diese beiden Gefährdungsfaktoren ausgeschlossen werden.
Die Ranger der Nationalpark- und Forstverwaltung werden die temporären Amphibienschutzzäune bis Anfang Mai wieder entfernen.
BU:
Foto: P. Hübner
Damit jeder gut zum Ziel kommt: Für Spaziergänger und Wanderer haben die Ranger der Nationalparkwacht Schmilka einen Überstieg über den Amphibienschutzzaun in Ostrau gebaut.

Im vergangenen Jahr haben die Stadt Bad Schandau, die Gemeinde Reinhardtsdorf-Schöna, die Nationalpark- und Forstverwaltung von Sachsenforst und der Tourismusverband Sächsische Schweiz den Caspar-David-Friedrich Weg als gemeinsames Projekt neu eröffnet. Er verläuft durch die Forstreviere Reinhardtsdorf und Gohrisch.
Nun zählt dieser historische Weg in der Nationalparkregion Sächsische Schweiz zu den 10 nominierten Projekten von „Deutschlands schönstem Wanderweg“. Stimmen Sie mit ab, damit wir Platz 1 erreichen.
Erhält der neue Caspar-David-Friedrich-Weg in der Sächsischen Schweiz den Ritterschlag „Deutschlands schönster Wanderweg“? Nominiert ist er bereits. Jetzt sind Wanderfreunde aufgerufen, für ihn zu stimmen.
Pirna, 27. Februar 2025 (Tourismusverband Sächsische Schweiz) – Es war neben der neuen Ausstellung „CDFriedrich inspiriert“ in Bad Schandau eines der aufwändigsten Jubiläumsprojekte zum 250. Geburtstag des Jahrhundertkünstlers Caspar David Friedrich in der Sächsischen Schweiz: Der ihm gewidmete, 15 Kilometer lange Wanderweg zwischen Krippen und Schöna wurde komplett überarbeitet. Mit neuen Schautafeln, neuen Aussichten und neuer Wegeführung ist die Route wieder ein Wanderhighlight in der Region. Die Stadt Bad Schandau, die Gemeinde Reinhardtsdorf-Schöna, die Nationalpark- und Forstverwaltung von Sachsenforst und der Tourismusverband Sächsische Schweiz (TVSSW) sowie weitere Unterstützer haben das Projekt gemeinsam umgesetzt. In einer jetzt beginnenden Publikumswahl hat der Weg gute Chancen, zu „Deutschlands schönstem Wanderweg“ gekürt zu werden. Der Tourismusverband ruft auf, sich an der Wahl zu beteiligen.
„Wir wissen aus der Erfahrung mit dem Malerweg Elbsandsteingebirge, dass das Prädikat ‚Deutschlands schönster Wanderweg‘ große Signalwirkung hat“, sagt der Vorsitzende des Tourismusverbandes Landrat Michael Geisler. „Wenn wir diesen Titel gewinnen, wird das zahlreiche Natur- und Wanderfreunde zusätzlich in die Sächsische Schweiz locken.“ Bereits die Nominierung sei ein großer Erfolg und ein schöner Lohn für den Aufwand zur Wiederbelebung des Weges.
Hanspeter Mayr, Pressesprecher der Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz, ergänzt: „Der Caspar-David-Friedrich-Weg lädt dazu ein, auch weniger bekannte Bereiche der Sächsischen Schweiz zu entdecken. Darum wäre die Auszeichnung auch für den Naturschutz ein Gewinn.“
Die Publikumswahl „Deutschlands schönster Wanderweg“ wird seit 2006 von der Fachzeitschrift „Wandermagazin“ ausgerichtet. Es ist einer der renommiertesten nationalen Wettbewerbe für Wanderwege. Die Nominierung der Routen erfolgt durch eine vierköpfige Jury aus Wanderexperten. Der Caspar-David-Friedrich-Weg ist eine von zehn nominierten Tagestouren.
Ab dem 1. März können Wanderfreunde ab 16 Jahren aus der ganzen Welt ihre Stimme für den Weg abgeben. Abgestimmt werden kann online unter www.wandermagazin.de/wahlstudio oder per Wahlkarte, die in den Touristinformationen in der Region verfügbar ist. Die Publikumswahl endet am 30. Juni. Die Endergebnisse werden Mitte August verkündet. Weitere Infos zur Abstimmung unter www.nebelmeer.link/dsw ■
Online-Pressebildarchiv zum Thema:
https://www.press-area.com/elbsandsteingebirge-saechsische-schweiz/bildarchiv/sonderthemen/caspar-david-friedrich-weg.html
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Online-Pressebildarchiv Sächsische Schweiz:
www.press-area.com/elbsandsteingebirge-saechsische-schweiz/bildarchiv
Herausgeber:
Tourismusverband Sächsische Schweiz e. V.
Bahnhofstr. 21, 01796 Pirna
T.: +49 3501 4701-47,
E-Mail: info@saechsische-schweiz.de
www.saechsische-schweiz.de
Pressekontakt:
Anne Jungowitz (THIEL Public Relations e. K.)
Tourismusverband Sächsische Schweiz e. V.
T: +49 351 3148892
E-Mail: presse@saechsische-schweiz.de
Über den Tourismusverband Sächsische Schweiz e. V.:
Der Tourismusverband Sächsische Schweiz ist ein seit 1991 eingetragener Verein mit Sitz in Pirna/Sachsen. Kernaufgaben sind die Vertretung touristischer Interessen im ehemaligen Landkreis Sächsische Schweiz sowie die überregionale und internationale Vermarktung der Destination Sächsische Schweiz. Aktuell zählt die Organisation etwa 400 Mitglieder und kooperiert mit mehr als 600 Unternehmen, Institutionen, Verbänden und Privatpersonen.
Über die Tourismusregion Elbsandsteingebirge/Sächsisch-Böhmische Schweiz:
Das Elbsandsteingebirge – bestehend aus Sächsischer und Böhmischer Schweiz – ist eine der spektakulärsten Landschaften Europas. Die grenzüberschreitende Region befindet sich im äußersten Südosten Deutschlands sowie dem Norden Tschechiens und ist nur wenige Kilometer von der sächsischen Landeshauptstadt Dresden entfernt. Ein Großteil der insgesamt etwa 710 Quadratkilometer großen Region mit reicher Flora und Fauna ist beiderseits der Grenze als Nationalpark und Landschaftsschutzgebiet geschützt. Die Landschaft fasziniert durch ihren Formenreichtum – mit Tafelbergen, Hochflächen, Felsenriffen, Felsnadeln, Schluchten, Wäldern sowie dem Elbtal.