
Wir
Die Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz ist Naturschutzfachverwaltung für den Nationalpark und das umgebende Landschaftsschutzgebiet Sächsische Schweiz sowie Forstverwaltung für den Staatswald in der Sächsischen Schweiz sowie die im Westen angrenzenden Wälder um Berggießhübel beziehungsweise um Sebnitz im Osten.
13 Revierleiterinnen und Revierleiter bewirtschaften den Staatswald nach den Grundsätzen der integrativen naturgemäßen Waldwirtschaft und betreuen die Wälder im Nationalpark. Zwei Revierleiter beraten und betreuen die Privat- und Körperschaftswälder der Sächsischen Schweiz.

Waldbrandvorbeugung
Gemeinsam mit starken Partnern setzen wir das Waldbrandschutzkonzept um - grenzüberschreitend.

Waldbesitzerschulungen
Sie sind Privatwaldbesitzer? Wir beraten Sie gern!

Ausbildung
Sie interessieren sich für Tätigkeiten im Wald? Wir bilden aus!

Ihre Veranstaltung in der Nationalparkregion
Wer eine organisierte Veranstaltung in der Nationalparkregion Sächsische Schweiz plant, muss sowohl die naturschutzrechtlichen als auch die privatrechtlichen Bestimmungen beachten.

Gemeinsam für Natur, Tier und Mensch

Fünf wichtige Betriebe, die ganz oder teilweise im touristischen Sektor der Sächsischen Schweiz arbeiten, konnte Uwe Borrmeister, der Leiter der Nationalpark- und Forstverwaltung von Sachsenforst am vergangenen Wochenende bei der Tourismusbörse Sächsische Schweiz im Netzwerk der Nationalparkpartner aufnehmen. Gemeinsam mit Landrat Michael Geisler konnte er im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung des Tourismusverbandes die Plaketten überreichen und in das Netzwerk aufnehmen.
Das Projekt Nationalparkpartner existiert seit 2009. Mit den neu hinzugekommenen Partnern setzen sich jetzt insgesamt 51 Betriebe aus den unterschiedlichsten Kategorien in einem gemeinsamen Netzwerk für einen nachhaltigeren Tourismus in der Nationalparkregion ein und setzen damit bundesweit Maßstäbe.
Als zentrale Botschaften stehen die Unterstützung der Nationalparkphilosophie, regionale Produkte und die aktive Bewerbung des ÖPNV zur Reduzierung der Verkehrsbelastung im Fokus. Die Unterstützung der nachhaltigen Projekte wie „Gästekarte Mobil“ und „Gutes von Hier“ sowie baubiologische Aspekte spielen im Zertifizierungsverfahren ebenfalls eine wichtige Rolle.
Jörg Weber ist in der Nationalpark- und Forstverwaltung für regionale Kooperationen zuständig: „Das Projekt Nationalparkpartner ist unser Beitrag zur nachhaltigen Regionalentwicklung. Das Netzwerk unserer Partner ist eine wesentliche Grundlage dafür, dass die Sächsische Schweiz beim Thema Nachhaltigkeit so gut aufgestellt ist und bundesweit ausgezeichnet wurde. Der Nationalpark auf dem Weg zur Wildnis und die nachhaltige Regionalentwicklung ergänzen einander in der Nationalparkregion.“
Infoblock – unsere fünf neuen Partner:
„Der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) unterstützt seit seiner Gründung die Nationalparkregion“, betont Burkhard Ehlen, Geschäftsführer des VVO. „Neben dem Ausbau der Infrastruktur, unter anderem an den beiden Nationalparkbahnhöfen Bad Schandau und Sebnitz, gehören auch gemeinsame Projekte wie die Gästekarte „Sächsische Schweiz mobil“ und das dichte Zug- und Busangebot zu den Bausteinen unserer Partnerschaft. Besonders stolz sind wir auf die Nationalparkbahn, die die Sächsische und die Böhmische Schweiz verbindet“. Darüber hinaus publizieren der VVO und seine Partner gemeinsam mit dem Nationalpark seit zehn Jahren den touristischen Wanderfahrplan, der das Nahverkehrs-Angebot auf beiden Seiten der Grenze zusammenfasst. Finanziell unterstützte der Verbund in den vergangenen Jahren unter anderem den Bau von zwei Bushaltestellen an der Bastei und Wandertafeln an neun Bahnhöfen entlang der S-Bahn S 1. Zudem engagiert er sich in der Trägergruppe Fahrtziel Natur Sächsische Schweiz.
Als Betreiberin der zwei Berggaststätten Kuhstall und Papststein zählt die Firmengruppe „BERGGAST“ auch höhenmäßig zu den Leuchttürmen der Tourismusbranche in der Nationalparkregion. Im Viersterne-Hotel und Restaurant Quartier 5 in Gohrisch trifft Tradition auf Moderne, sprechen Küche und Zimmer Gäste mit gehobenem Anspruch an. Leitbild des Betriebs ist für Firmenchef Uwe Henkenjohann der Genuss im wohnzimmerhaften Ambiente mit einer gemütlichen und gleichzeitig stilvollen Atmosphäre. Dazu gehören die hochwertigen regionalen Gerichte und der nachhaltige Betrieb.
Seit langem nachhaltig ist das möglicherweise schickste Café im Dresdner S-Bahnnetz das „cafe & bistro drehscheibe“ im Nationalparkbahnhof Bad Schandau. Wenn der Infoschalter das Herz des Nationalparkbahnhofs ist, ist die „drehscheibe“ seine Seele mit entspannt-moderner Atmosphäre und leckeren regionalen Snacks und Bäckerkuchen sieben Tage die Woche.
Proviantomat, so heißt die Firma und so heißen die schicken roten Automaten, in denen frische, regionale und saisonale Lebensmittel und Getränke - 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr - an zahlreichen öffentlich zugänglichen Orten der Nationalparkregion angeboten werden. Das Produktsortiment wirbt gleichzeitig für die vielen Hofläden, Manufakturen und Bauerngüter der Region und lädt zum Füllen des Rucksacks und zum ausgiebigen Genießen der Produkte unserer Landschaft ein. Kurze Transportwege, ressourcenschonende und nachhaltige Logistik und Unterstützung der regionalen Wertschöpfung und Produktvielfalt machen das Unternehmen von Felix Zschoge zum idealen Nationalparkpartner.
BrotZeitTour ist die Firma von Kristin Arnold mit innovativem Konzept: Warum nicht das Wandern mit gutem Essen kombinieren? Warum nicht Gästen auf Tour zeigen, was die ländliche Region an leckeren Produkten zu bieten hat? BrotZeitTour führt über die Lieblingswege und bringt dabei gutes Essen auf den Tisch. Freut euch auf geführte Wanderungen mit leckerer Verpflegung und den interessantesten Infos zur Nationalparkregion Sächsische Schweiz.
Nicht zuletzt genannt sei hier der Kulturbahnhof Krippen, in dem Eigentümerin Stefanie Mathy mit dem Verein K3 Reisende mit Kultur und Kunsthandwerk empfängt. Seit kurzem steht für Übernachtungsgäste eine liebevoll eingerichtete, großzügige Ferienwohnung im Sandsteindenkmal Bahnhof Krippen zur Verfügung. Besser kann eine Ferienwohnung für eine nahezu CO2-neutrale Anreise mit der Bahn, S-Bahn oder über den Elbradweg nicht gelegen sein.

Kürzlich war die Dresdner Heide wieder Schauplatz einer besonderen Veranstaltung: die wertvollsten Hölzer Sachsens wurden im Rahmen einer Submission zum Verkauf angeboten. In diesem Jahr präsentierten 59 private, kommunale, kirchliche und staatliche Waldbesitzende insgesamt 500 Stämme von herausragender Qualität, die von holzverarbeitenden Unternehmen aus Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz und Tschechien ersteigert wurden. Der Gesamterlös belief sich auf rund 390.000 €, das sind im Durchschnitt beachtliche 508 € pro Kubikmeter Holz.
Die Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz von Sachsenforst lieferte insgesamt 19 Kubikmeter Holz aus den Wäldern außerhalb des Nationalparks zur Submission. Das entspricht rund der Ladung eines Holz-LKW. 18 Stämme von Roteichen, Fichten und Lärchen konnten insgesamt zu einem Preis von rund 5.500 € verkauft werden.
Ein besonderes Highlight war eine Lärche aus dem Revier Reinhardtsdorf. Die Forstwirte und Revierförster Olav Spengler sind stolz auf den 7 m langen und 44 cm starken Stamm, der allein einen Preis von ca. 716 € (675 €/Kubikmeter) erzielte. Eine niederländische Firma hat den Stamm gekauft und wird daraus begehrtes Furnier herstellen.
Aus dem Revier Berggießhübel wurden zwei bemerkenswerte Kuriositäten versteigert: zwei Fichtenstämme, die besonders große Maserknollen aufwiesen. Dies sind Zellwucherungen, die ein ungehemmtes Wachstum auslösen. Ein Designer aus Arnsdorf erwarb die jeweils 1 m dicken Knollen und plant, daraus einzigartige Tischplatten herzustellen.
Die Roteiche mit der Nummer 340 aus dem Revier Lohmen landete sachsenweit auf Platz 2 bei den Roteichen-Preisen und erreichte einen Wert von 539 € je Kubikmeter Holz (insgesamt 900 €), eine beachtliche Leistung.
Der hohe Wert der Stämme ist das Ergebnis der sorgfältigen Arbeit vieler Förstergenerationen. Einige der genutzten Bäume waren über 140 Jahre alt.
Die zuständigen Revierförster von Sachsenforst müssen früh die Qualität dieser Bäume erkennen und achten dabei besonders auf gerade und astfreie Stämme. Um das Potenzial möglichst gut auszuschöpfen, müssen diese Bäume stetig gefördert werden. Man gibt ihnen Raum und Licht zum Wachsen und entnimmt bedrängende Bäume, damit die wertvollen Stämme hohe Durchmesser erreichen können.
Wenn die herangezogenen Bäume Jahrzehnte später dann für die Submission ausgewählt wurden, fällen die Forstwirte von Sachsenforst die Bäume fachgerecht, vor allem ohne dass die Stämme aufreißen, schneiden sie entsprechend der Qualität auf die passende Länge und sorgen für ein ansprechendes Bild des Anschnitts.
Vor Ort auf dem Submissionsplatz werden alle Stämme nach Baumarten sortiert aufgereiht und stehen so den Käufern zur Anschauung bereit.
Hintergrundinformation:
Auf einer Wertholzsubmission können alle Waldbesitzenden ihre qualitativ hochwertigsten Stämme anbieten und so in der Regel höhere Erlöse erzielen als im gewöhnlichen Holzverkauf.
Submission ist ein besonderes Verfahren der öffentlichen Ausschreibung. Alle Kaufinteressenten haben die gleiche Chance zum Erwerb des Holzes. Die schriftlich und verschlossen eingereichten Gebote werden alle zum gleichen Termin geöffnet, das höchste Gebot je Stamm gewinnt.
Private Waldbesitzer, die Interesse an der Teilnahme an der nächsten Submission haben, können sich von den Privatwaldförstern ihrer Region von Sachsenforst beraten lassen. Weitere Informationen und Ansprechpartner für ihre Region sind zu finden unter www.sbs.sachsen.de/foerstersuche-27430.html.

Rangerinnen und Ranger der Nationalpark- und Forstverwaltung von Sachsenforst haben in dieser Woche Amphibienschutzzäune in Ostrau und Waltersdorf errichtet. Denn sobald die Witterung wieder feuchter wird, wandern Frösche, Kröten, Molche und andere Amphibien von Ende Februar bis Ende April von ihren Landlebensräumen zu den Laichgewässern. Die Zäune sollen verhindern, dass die Tiere auf Straßen geraten, wo sie vielfach von den Reifen überrollt oder auch durch die Druckverhältnisse ohne direkten Kontakt mit den Kraftfahrzeugen sterben. Tempo 50 ist dabei meist schon tödlich.
Die von der Nationalpark- und Forstverwaltung vorübergehend aufgestellten Mattenzäune hindern die Amphibien daran, unter den Zäunen durchzukriechen oder sie zu überspringen. Stattdessen geraten sie in eingegrabene Eimer. Aus diesen nehmen die Rangerinnen und Ranger sie täglich heraus und bringen sie über die Straße. Praktikantinnen und Praktikanten der Nationalpark- und Forstverwaltung unterstützen sie dabei. Teilweise sind auch Anwohner dankenswerterweise bereit, diese Aufgabe zu übernehmen.
Die Ranger der Nationalpark- und Forstverwaltung erfassen die Amphibienarten und die Anzahl pro Art, die sie in den Eimern findet. Demnach sichteten sie an den Waltersdorfer Zäunen in den letzten Jahren vor allem Erdkröten, Grasfrösche und gelegentlich sogar Bergmolche.
Am Zaun in Ostrau waren bisher Erdkröte und Teichfrosch die festgestellten Hauptarten der Amphibienwanderung. Obwohl an beiden Standorten immer noch zahlreich Tiere wandern, so deuten die erfassten Zahlen auf einen Rückgang bei den verschiedenen Amphibienarten hin.
Ronny Goldberg, Referent für Artenschutz bei der Nationalpark- und Forstverwaltung, kennt die weiteren verschiedenen Gefährdungen von Amphibien: „Dazu gehört der Einsatz der landwirtschaftlichen Chemikalien, wie Pestizide und Mineraldünger und der Klimawandel mit geringeren Niederschlägen, höheren Temperaturen und einer längeren Sonneneinstrahlung in den Frühjahrs- und Frühsommermonaten.“
Anderenorts sind auch der Verlust der Teiche und fehlende Schutzzäune verantwortlich für den Rückgang der Amphibienzahlen. Durch die Eigentümer der Teiche der Sächsischen Schweiz, den Einsatz der Ranger und vieler Freiwilliger in der Nationalparkregion können zumindest diese beiden Gefährdungsfaktoren ausgeschlossen werden.
Die Ranger der Nationalpark- und Forstverwaltung werden die temporären Amphibienschutzzäune bis Anfang Mai wieder entfernen.
BU:
Foto: P. Hübner
Damit jeder gut zum Ziel kommt: Für Spaziergänger und Wanderer haben die Ranger der Nationalparkwacht Schmilka einen Überstieg über den Amphibienschutzzaun in Ostrau gebaut.