
Klettergebiete & Klettergipfel
Auf einen Blick
- Gipfelsperrungen aus Artenschutzgründen
- Liste der Klettergipfel und -wege im Nationalpark Sächsische Schweiz (Anlage der Bergsportkonzeption)
- Liste der Klettergipfel und -wege im Landschaftsschutzgebiet Sächsische Schweiz (Bergsportkonzeption)
- Klettergipfel im Nationalpark Böhmische Schweiz (Anlage der Besucherordnung)

Über die Klettergebiete im Nationalpark Sächsische Schweiz

Wehlener Gebiet
Als Wehlener Gebiet bezeichnet man das Sandsteingebiet zwischen der Elbe und der Lausitzer Überschiebung. Es erstreckt sich von der Linie Basteistraße-Pferdegrund im Osten bis nach Pirna im Westen. Die meisten Kletterziele liegen in den zur Elbe abfallenden Gründen im Westteil der Basteihochfläche. Das Gestein der meisten Gipfel ist relativ weich und brüchig.

Rathener Gebiet
Das Rathener Gebiet umfasst den weiten Felskessel des Grünbaches und seiner Nebengründe nördlich von Rathen einschließlich der Elbwände zwischen Pferdegrund und der Ortslage Rathen. Der Großteil der Kletterfelsen liegt in den Schluchten des Basteimassivs. Der Fels ist feinkörnig und bindemittelarm, daher weich und brüchig, insbesondere am Gamrig.

Brandgebiet
Das Brandgebiet umfasst die Felswände des Polenz- und Sebnitztales sowie dessen Seitengründe ab ihrem Eintritt in das Sandsteingebiet. Die Festigkeit des Sandsteins nimmt von der Lausitzer Überschiebung nach Süden hin ab.

Schrammsteingebiet
Als „Schrammsteine“ wird das Felsgebiet zwischen Elbe und Kirnitzsch, von Bad Schandau ostwärts bis zur Linie Nasser Grund – Schwarzes Loch – Langer Grund bezeichnet. Die Felsen bestehen aus großbankigem, oft weichem und brüchigem Gestein mit überwiegend senkrechter Gliederung.

Schmilkaer Gebiet
Das Schmilkaer Gebiet – auch Schmilkaer Kessel genannt – erstreckt sich östlich der Schrammsteine bis zur Staatsgrenze und liegt südlich der Linie Schrammsteinweg – Zurückesteig – Reitsteig – Großer Winterberg. Im Süden des Gebiets befindet sich der Ort Schmilka. Die Felsen bestehen aus großbankigem, oft weichem Sandstein, dessen Griffigkeit und Festigkeit variiert.

Affensteine
Die Affensteine umfassen das Felsgebiet nördlich der Linie Schrammsteinweg – Zurückesteig – Reitsteig – Kleiner Winterberg, zwischen dem Schwarzem Loch im Westen und dem Kleinen Winterberg im Osten. Die Felsen sind überwiegend vertikal gegliedert und zeichnen sich durch zahlreiche Risse und Kamine aus. Der großbankige Sandstein ist im Allgemeinen relativ fest.

Kleiner Zschand
Das Gebiet umfasst die Kletterziele in dem großen Felskessel, der von den Ostabstürzen des Kleinen Winterberges und den Bärenfangwänden zwischen Heringsloch, Roßsteig und Bösem Horn gebildet wird. Das Gestein der Felsen ist großbankig und von unterschiedlicher Festigkeit.

Großer Zschand
Das Gebiet des Großen Zschandes umschließt den oberen Teil des gleichnamigen Tales, südlich des Zeughauses bis zur Staatsgrenze zur Tschechischen Republik. Es umfasst die Kletterziele in den wildzerklüfteten östlichen Ausläufern des Winterbergmassivs vom Roßsteig bis zu den Partschenhörnern und in den Thorwalder Wänden bis zum Stimmersdorfer Weg. Der großbankige Sandstein ist relativ brüchig.

Wildensteiner Gebiet
Das Gebiet umfasst die isoliert stehenden Felsberge beiderseits des mittleren Kirnitzschtales, nördlich der Linie Beuthenfall – Dietrichsgrund – Zeughausstraße – Zeughaus – Saupsdorfer Weg. Den nördlichen Abschluss des Gebietes bildet die Lausitzer Überschiebung. Das Gestein der Felsen weist eine unterschiedliche Festigkeit auf. Am Hausberg ist der Fels aufgrund vulkanischer Einflüsse und der Nähe der Lausitzer Überschiebung teilweise verkieselt. Die übrigen Felsberge wie die Lorenzsteine und der Kleinstein sind häufig brüchig.

Hinterhermsdorfer Gebiet
Das Gebiet umfasst die Kletterziele im Grenzzipfel bei Hinterhermsdorf, zwischen der Lausitzer Überschiebung im Norden, der Staatsgrenze im Osten und Süden und der Linie Stimmersdorfer Weg – Hinterer Thorwaldweg – Oberer Hirschewaldweg im Westen. Die verstreut stehenden Türme, meist von geringer Höhe, bestehen aus allgemein griffarmem Sandstein.
Über die Klettergebiete im Landschaftsschutzgebiet Sächsische Schweiz

Gebiet der Steine
Dieses Gebiet ist das flächenmäßig größte Klettergebiet in der Nationalparkregion Sächsische Schweiz. Es umfasst die linkselbische Landschaft der Tafelberge einschließlich des Liliensteins rechts der Elbe. Mit Ausnahme der Täler von Biela und Gottleuba erstreckt es sich über den gesamten linkselbischen Raum der Sächsischen Schweiz – von der Staatsgrenze bis nach Pirna. In diesem Gebiet gibt es die einzigen zugelassenen Kletterwege an Massiven: die Lilienstein-Westecke, die Zschirnstein-Südwand und den Abratzkykamin an der Festung Königstein. Aufgrund der großen Ausdehnung des Gebiets variiert die Festigkeit des Sandsteins. In den Bärensteinen und am Rauenstein ist das Gestein relativ weich und brüchig, ähnlich wie im Rathener Gebiet.
Der Lilienstein gehört seit 1990 zum Nationalpark Sächsische Schweiz, wodurch hier besonders rücksichtsvolles Verhalten notwendig ist. Der Pfaffenstein wurde 1997 als Naturschutzgebiet ausgewiesen und darf – analog zur Nationalpark-Kernzone – nur auf markierten Wegen betreten werden.

Bielatal
Das Bielatal ist das an Kletterzielen reichste Gebiet der Sächsischen Schweiz. Es befindet sich am Oberlauf der bei Königstein in die Elbe mündenden Biela. Die zahlreichen, oft bizarren Felstürme geringer bis mittlerer Höhe säumen beide Seiten des Tales und seiner Seitengründe – vom Ortsteil Brausenstein bis zur Staatsgrenze zur Tschechischen Republik. Jenseits der Grenze setzt sich das Klettergebiet im tschechischen Ostrov (Eiland) fort. Im Gegensatz zu den meisten anderen Klettergebieten des Elbsandsteingebirges bestehen die Felsen aus Labiatussandstein, der sich durch eine höhere Festigkeit und eine markante horizontale Bänderung auszeichnet.

Erzgebirgsgrenzgebiet
Die Klettergipfel des Erzgebirgsgrenzgebietes stehen weit verstreut oder in kleinen Gruppen an der Grenze zwischen Elbsandstein-, Erz- und Elbtalschiefergebirge im westlichsten Zipfel der Nationalparkregion Sächsische Schweiz. Westlich des Bielatals gelegen erfasst es die Sandsteingebiete an der Gottleuba und ihren Zuflüssen. Die Felsen bestehen aus zumeist sehr festem und gut griffigem Labiatussandstein.
Karten der Zugangswege zu Kletterfelsen im Nationalpark Sächsische Schweiz
- Wehlener Gebiet Blatt 1
- Wehlener Gebiet Blatt 2
- Rathener Gebiet Blatt 1 (Westteil)
- Rathener Gebiet Blatt 2 (Ostteil)
- Brandgebiet Blatt 1
- Brandgebiet Blatt 2 (Ochelwände)
- Schrammsteingebiet Blatt 1
- Schrammsteingebiet Blatt 2
- Schrammsteingebiet Blatt 3 (Schweinskopf)
- Schmilkaer Gebiet Blatt 1 (Westteil)
- Schmilkaer Gebiet Blatt 2 (Zentraler Teil)
- Schmilkaer Gebiet Blatt 3 (Südostteil)
- Affensteine Blatt 1 (Westteil)
- Affensteine Blatt 2 (Ostteil)
- Kleiner Zschand
- Großer Zschand Blatt 1 (Westteil)
- Großer Zschand Blatt 2 (Richter-/Weberschlüchte)
- Großer Zschand Blatt 3 (Thorwalder Wände)
- Wildensteiner Gebiet Blatt 1 (Westteil)
- Wildensteiner Gebiet Blatt 2 (Ostteil)
- Hinterhermsdorfer Gebiet
Karten der Zugangswege zu Kletterfelsen im Landschaftsschutzgebiet Sächsische Schweiz
- Bielatalgebiet Blatt 1 (Nördlichster Teil)
- Bielatalgebiet Blatt 2 (Nordteil)
- Bielatalgebiet Blatt 3 (Mittelteil)
- Bielatalgebiet Blatt 4 (Südteil)
- Erzgebirgsgrenzgebiet Blatt 1 (Südost)
- Erzgebirgsgrenzgebiet Blatt 2 (Nordwest)
- Gebiet der Steine Blatt 1 (Struppengrund)
- Gebiet der Steine Blatt 2 (Bärensteine)
- Gebiet der Steine Blatt 3 (Lilienstein)
- Gebiet der Steine Blatt 4 (Nikolsdorf)
- Gebiet der Steine Blatt 5 (Pfaffenstein)
- Gebiet der Steine Blatt 6 (Gohrisch)
- Gebiet der Steine Blatt 7 (Krippen)
- Gebiet der Steine Blatt 8 (Zschirnsteine)
- Gebiet der Steine Blatt 9 (Lampertsstein)
Informationen zum Urheberrecht: Die verwendeten Grundkarten unterliegen den Bestimmungen des Urheberrechts (Copyright); die Rechte befinden sich beim Berg- & Naturverlag Rölke, Dresden. Im Rahmen des Urheberrechts können die Lagepläne zur privaten und ausschließlich nicht kommerziellen sowie nicht entgeltlichen Verwendung genutzt werden. Darüber hinausgehende Verwendungen stehen ausdrücklich unter dem Vorbehalt der vorherigen Zustimmung. Einzelne Karten sind durch die Nationalparkverwaltung leicht bearbeitet worden.
- Die Zugangswege zu Kletterfelsen sind keine Wanderwege! Sie dienen ausschließlich dazu, den Kletterern den Zugang zu den durch die Bergsportkonzeptionen bestätigten Kletterfelsen zu ermöglichen.
- Unabhängig von den Besitzverhältnissen (Privat- oder Staatswald) oder dem Schutzstatus existiert auf den Zugangswegen zu Kletterfelsen keine gesetzlich verankerte Verkehrssicherungspflicht. Das Begehen dieser Pfade geschieht ohne Ausnahme auf eigene Gefahr.
- Es ist trotz intensiver ehrenamtlicher Bemühungen nicht möglich, alle Zugangswege gleichermaßen gut zu markieren und zu unterhalten. Zahlreiche Kletterzugänge besitzen (noch) keine Markierung. In diesem Fall wird darum gebeten, die auf den Karten dargestellten Zugänge einzuhalten.
- Änderungen am bestehenden Wegenetz gekennzeichneter Wege im Nationalpark werden nicht von der Nationalpark- und Forstverwaltung einseitig festgelegt, sondern bedürfen des Einvernehmens der jeweiligen Facharbeitsgruppen (AG Wege).
- Die Zugangswege zu Kletterfelsen sind mit den Bergsportverbänden abgestimmt und die logisch sinnvollsten, kürzesten und aus Sicht des Arten- und Biotopschutzes naturverträglichsten Wege zu den einzelnen Kletterfelsen.
- Der Verlauf von Kletterzugangswegen im Landschaftsschutzgebiet ist mit den jeweiligen Revierleitern des Forstbezirks abgestimmt. Sie sind ebenfalls Bestandteil der Bergsportkonzeption. Die meisten Zugangswege werden von ehrenamtlichen Helfern betreut (Gipfelpatenschaften, AG „Freischneiden“). Es befinden sich über 120 Kletterfelsen auf Privatflächen. Auch dort sind die Zugangswege mit den Flächenbesitzern abgestimmt und sollten unbedingt eingehalten werden.
- Der akute Borkenkäferbefall hat die Stabilität der Fichtenbestände erheblich geschwächt. Im gesamten Nationalpark besteht dadurch eine erhöhte Gefahr durch umstürzende Bäume und zusammenbrechendes Totholz – auch auf vielen Zugangswegen zu den Kletterfelsen. Einige dieser Wege sind derzeit nur schwer passierbar.
