Dem Biber in der Nationalparkregion auf der Spur
Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz bietet informative Veranstaltungen zum Internationalen Tag der Biber.
Anlässlich des Internationalen Tages der Biber und in Verbindung mit der aktuellen Wanderausstellung „Der Elbebiber – Rebell der Artenvielfalt“ im NationalparkZentrum Bad Schandau lädt die Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz von Sachsenforst zu einem Themenabend rund um den Biber sowie zu einer naturkundlichen Wanderung ins Sebnitztal ein.
Im Rahmen des Themenabends am Donnerstag, den 9. April 2026 um 18:00 bis 19:30 Uhr im NationalparkZentrum Bad Schandau werden spannende Untersuchungen zur Bedeutung der Aktivitäten von Bibern in der Grenzregion Sachsen-Tschechien im Klimawandel vorgestellt. Hier spielt er als Baumeister eine gewisse ökologische Rolle, insbesondere bei der Regulierung des Grundwasserhaushalts und damit für die Widerstandsfähigkeit der Region im Klimawandel. Ergänzend dazu erhalten Teilnehmende erhalten Informationen zu den Bibervorkommen an der Kirnitzsch, Polenz und Sebnitz und ihren Nebenbächen mit ihren Besonderheiten in der Nationalparkregion Sächsische Schweiz.
Die Referenten an diesem Abend sind Anton Schwöbel vom Team des Projekts BIBOB der Technischen Universität Dresden mit Partnern, das dem grenzüberschreitenden Biberdamm-Management im Klimawandel gewidmet ist, und Jan-Christian Gibson, Artenschutzexperte der Nationalpark- und Forstverwaltung von Sachsenforst. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Am Sonntag, 12. April 2026, 9:30 bis 14:30 Uhr folgt eine geführte Besichtigung der Sonderausstellung zum Elbebiber im NationalparkZentrum Bad Schandau mit einer anschließenden gemeinsamen Fahrt mit der Fähre und der Nationalparkbahn ins Sebnitztal, einem der Lebensräume des Elbebibers. Hier gehen die Teilnehmenden mit fachkundiger Begleitung auf Spurensuche in den Auen der Sebnitz. Referent der Veranstaltung ist der zertifizierte Nationalparkführer und Hydrobiologe Clemens Kuhnitzsch. Die Teilnahme ist kostenlos (außer ÖPNV), allerdings ist eine Anmeldung erforderlich.
Alle Informationen zu den Veranstaltungen stehen auf der Internetseite der Nationalpark- und Forstverwaltung unter Sonderausstellung NationalparkZentrum - Nationalpark Sächsische Schweiz bereit.
Die Sonderausstellung zum Elbebiber
Die Sonderausstellung "Der Elbebiber - Rebell der Artenvielfalt" – zu sehen bis zum 15. August 2026 im NationalparkZentrum Bad Schandau – ist zu den Öffnungszeiten des NationalparkZentrums kostenfrei zugänglich: NationalparkZentrum - Nationalpark Sächsische Schweiz.
Anschaulich, interaktiv und überraschend berichtet diese Ausstellung von den besonderen Fähigkeiten des Elbebibers, seiner ökologischen Bedeutung, thematisiert aber auch das spannungsreiche Zusammenleben mit den Menschen und Maßnahmen, wie Konflikte vermieden werden können. Die Naturschutzstation Biberhof Torgau hat diese eindrucksvolle Wanderausstellung in Zusammenarbeit mit dem UNGESTALT. Kollektiv für Kommunikationsdesign Leipzig entwickelt.
Zur Lebensweise des Bibers
Biber bewegen sich vor allem im Wasser – und wo kein Wasser ist, sorgen sie manchmal dafür: Sie bauen Dämme, um einen sicheren Unterwasserzugang zu ihren Bauen zu bekommen oder Bereiche mit leckerem Futter schwimmend zu erreichen. Dabei entstehen Feuchtgebiete, in denen viele Tiere und Pflanzen leben können. Doch Biber passen sich auch den natürlichen Gegebenheiten an: In der Nationalparkregion Sächsische Schweiz bauen sie unauffällige Erdbauten in die natürlichen Steilufer der Flüsse. Dämme zum Aufstauen brauchen sie hier fast nirgendwo. Entsprechend schwer sind die Biber hier zu finden.
Biber können sich nicht „zu stark vermehren“, das heißt, es gibt nur so viele Tiere, wie der Lebensraum versorgen kann. Manchmal allerdings stoßen Biber und Menschen aufeinander, besonders dort, wo Häuser und Gärten bis ans Wasser reichen. Dann kann es Konflikte geben – zwischen Gärtnern, die ihre Bäume aufziehen wollen, und Bibern, die an Baumstämmen nagen um sich mit Nahrung und Baumaterial zu versorgen. Wer einen Garten am Bach hat und dort seine Bäume vor dem Biber schützen möchte, kann etwa ein stabiles Drahtgitter nutzen. Informationen zum Umgang mit dem Biber sind unter Bibermanagement - Natur und Biologische Vielfalt - sachsen.de verfügbar.
Mehr Informationen
Der Internationale Tag der Biber, International Beaver Day, wird seit 2009 von der Organisation Beavers: Wetlands & Wildlife ausgerufen und findet jährlich am 7. April statt – zu Ehren des Bibers, dem größten Nagetier Europas, aber auch in Gedenken an den Geburtstag der amerikanischen Biberforscherin Dorothy Richards. Bekannt als Beaver Woman richtete sie bereits ab 1938 ein Schutzgebiet für Biber im US-amerikanischen Bundesstaat New York ein.
BU
Foto: Jan-Christian Gibson
Ein Biber, fotografiert in der Nationalparkregion Sächsische Schweiz, hat vor seinem Bau bachbegleitende Pflanzen abgenagt, um sie in seinen Bau zu bringen. Biber passen sich den natürlichen Gegebenheiten an: In der Nationalparkregion Sächsische Schweiz bauen sie unauffällige Erdbauten in die natürlichen Steilufer der Flüsse. Dämme zum Aufstauen brauchen sie hier fast nirgendwo