Hohe Waldbrandgefahr in der Nationalparkregion Sächsische Schweiz – am Pfingstwochenende wieder Waldbrandgefahrenstufe 3!
Die vorhergesagten hohen Temperaturen führen in der Nationalparkregion Sächsische Schweiz wieder zu einer hohen Waldbrandgefahr, so dass der DWD am Pfingstwochenende hier und in großen Teilen Ost- und Nordsachsens die Waldbrandgefahrenstufe 3, teilweise sogar Stufe 4 vorhersagt.
Die humusarmen Sandböden können ohnehin kaum Wasser speichern. Die Nadelstreu auf den Felsriffen verrottet nur sehr langsam und liegt trocken auf der Bodenoberfläche. Jeder Funke, ob von einem illegalen Lagerfeuer, einer Zigarette oder einem falsch bedienten Kocher kann zu einem großen Brand führen.
Erst Christi Himmelfahrt unterstützten wieder 25 Einsatzkräfte der Polizeidirektion Dresden die Ranger der Nationalpark- und Forstverwaltung im Nationalpark und im Landschaftsschutzgebiet Sächsische Schweiz bei den Gebietskontrollen. Der Polizeihubschrauber war dieses Mal nicht im Einsatz, aber erneut unterstützten auch drei Polizeibeamte der tschechischen Polizei auf sächsischer Seite. Auch in der Böhmischen Schweiz war die Polizei in den Schutzgebieten unterwegs, fünf sächsische Polizisten waren zur Unterstützung im Nachbarland. Schwerpunktmäßig informierten und kontrollierten sie das Feuer- und Rauchverbot im Wald. Erfreulich war die Bilanz, dass es an Himmelfahrt im gesamten Elbsandsteingebirge keine illegalen Feuerstellen gab festgestellt.
Dies änderte sich leider zum vergangenen Dienstag, als die Kameraden der Waltersdorfer Feuerwehr zu illegalen Boofern bei Rathen ausrücken mussten. Der Rathener Fährmann hatte den Feuerschein entdeckt und gemeldet. Die jungen Männer aus Solingen hatten den Tipp zum Boofen von ihren Freunden erhalten und sich nicht weiter um die Regeln gekümmert. Sie mussten ihre Nacht dann außerhalb des Nationalparks verbringen und werden eine Rechnung für den Feuerwehreinsatz erhalten.
Uwe Borrmeister, der Leiter der Nationalpark- und Forstverwaltung von Sachsenforst: „Ich bin sehr dankbar, dass der Rathener Fährmann das Lagerfeuer gemeldet hatte und die Freiwillige Feuerwehr aus Waltersdorf trotz der späten Abendstunden so schnell und konsequent reagiert hat. 90 % aller Waldbrände werden durch Menschen verursacht. Viel zu oft sind die illegalen Lagerfeuer Ausgangspunkt von großen Waldbränden. Dank des Einsatzes unseres ehrenamtlichen Naturschutzhelfers, der bei der Waltersdorfer Feuerwehr engagiert ist, kann die Nationalpark- und Forstverwaltung die Ordnungswidrigkeit zur Anzeige bringen. Für das fahrlässige Handeln der jungen Männer werden wir uns für ein hohes Bußgeld aussprechen.“
Borrmeister weiter: „Gerade erst war ich zur Auswertung an der 100 Hektar großen Waldbrandfläche, die Anfang Mai bei unseren tschechischen Kollegen im Nationalpark Böhmische Schweiz gebrannt hat.
Ich appelliere an alle Waldbesucher mit Blick auf das bevorstehende warme Feiertagswochenende: Genießen Sie gerne den Wald, aber halten Sie unbedingt das Rauch- und Feuerverbot ein.“
Das Feuerverbot gilt in allen Wäldern Sachsens. Waldbesucher, die ein Feuer entdecken, sind aufgerufen – streng genommen verpflichtet - Waldbrände unter der Notrufummer 112 zu melden, damit der Waldbrand schnell bekämpft werden kann. Das gilt auch für Lagerfeuer. Je früher die Bekämpfung startet, umso leichter kann das Feuer gelöscht werden.
BU
Foto: Maren Pussak
Erst Christi Himmelfahrt unterstützten wieder 25 Einsatzkräfte der Polizeidirektion Dresden die Ranger der Nationalpark- und Forstverwaltung im Nationalpark und im Landschaftsschutzgebiet Sächsische Schweiz bei den Gebietskontrollen.