Junior Ranger reden mit bei der Neugestaltung der Dauerausstellung im NationalparkZentrum Bad Schandau
Die Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz von Sachsenforst erarbeitet derzeit einen Konzeptentwurf für die Erneuerung der Dauerausstellung zur Entstehung und zur Natur des Elbsandsteingebirges, die im NationalparkZentrum Bad Schandau erlebbar ist. In diesen Prozess dürfen sich auch die Junior Ranger mit ihren Ideen und Wünschen einbringen. Wie zuvor schon die Junior Ranger aus Rosenthal-Bielatal, Bad Schandau und Sebnitz war dafür kürzlich die Junior Ranger Gruppe aus Lohmen zu Besuch im NationalparkZentrum. Die Kinder erkundeten die Dauerausstellung, erfuhren viele spannende Informationen zu den typischen Lebensräumen und den Arten im Nationalpark Sächsische Schweiz und brachten dann ihre Fantasie mit Vorschlägen für die Überarbeitung der aktuellen Ausstellung zu Papier.
„In der Neukonzeption der Dauerausstellung setzen wir zwei Formate der Beteiligung um“, sagt Dr. Karolin Tischer, Leiterin des Fachbereiches 4 „Besucherzentren und Umweltbildung“ der Nationalpark- und Forstverwaltung: „Zum einen ermitteln wir mit einem Fragebogen, wie unsere Gäste die derzeitigen Installationen der Ausstellung wahrnehmen und welche Verbesserungsvorschläge sie dafür haben. Zum anderen darf der Nachwuchs mitreden, indem wir unsere Junior Ranger einbeziehen.“ Die Beteiligung von Besuchern und Bevölkerung soll dazu beitragen, dass die zukünftige Ausstellung die Erwartungen der späteren Gäste trifft.
In einer Ideenwerkstatt mit Rangern und Mitarbeitenden der Naturbildung der Nationalpark- und Forstverwaltung im NationalparkZentrum sollten originale, hochwertige Tierpräparate, zahlreiche Bilder von Tieren und Pflanzen sowie der Landschaft der Nationalparkregion die Fantasie der Junior Ranger anregen. Dabei betrachteten sie die Vielfalt der Lebensräume von Klamm bis Felsen und die hier lebenden Arten von Wasseramsel bis Wanderfalke. In Texten und Basteleien brachten sie anschließend ihre Ideen für die Ausstellung auf Papier. „Ich möchte, dass die Leute dort sehen können, was ein Ranger alles macht“, fasste Junior Ranger Carlo seine Vorstellung von einer neuen Ausstellung treffend zusammen.
Das Team des NationalparkZentrums wird alle Vorschläge der Kinder prüfen und nach Möglichkeit in das neue Ausstellungskonzept aufnehmen. Die Umsetzung der Arbeiten in der Ausstellung ist für das Jahr 2027/28 geplant.
Hintergrund:
Die Nationalpark- und Forstverwaltung von Sachsenforst bietet mit dem Programm der Junior Ranger und Volunteer Ranger Naturbildungsveranstaltungen gezielt für die Kinder der Dörfer der Nationalparkregion Sächsische Schweiz an.
Junior Ranger-Gruppen gibt es in vielen Grundschulen der Nationalparkregion als Ganztagsangebot für Kinder der zweiten bis vierten Klasse. Das Volunteer Ranger-Angebot spricht Kinder der fünften bis siebten Klasse an.
Die Junior Ranger treffen sich wöchentlich an ihren Schul- oder Hortstandorten um die Natur in ihrer Umgebung zu erkunden. Ausgebildete Nationalparkführer, Waldpädagogen und Ranger der Nationalpark- und Forstverwaltung begleiten sie dabei und vermitteln aktiv und praktisch Wissen über die Natur. Das bundesweite Junior Ranger-Programm ist ein gemeinsames Programm der deutschen Nationalparke. Auch im Nationalpark Böhmische Schweiz gibt es Junior Ranger. Für die gemeinsame Begegnung mit und in der Natur finden die Naturpädagogen immer wieder besondere Aktivitäten, bei denen sich die jungen Menschen ohne Sprachbarriere kennenlernen und austauschen können.
BU:
Fotos: K. Partzsch
Foto 3: Gemeinsam mit Dr. Karolin Tischer (m.), Leiterin des Fachbereiches „Besucherzentren und Umweltbildung“ der Nationalpark- und Forstverwaltung von Sachsenforst erkunden die Junior Ranger die Installationen der derzeitigen Dauerausstellung im NationalparkZentrum Sächsische Schweiz in Bad Schandau als Anregung für neue Ideen