Mit dem Ranger zu Kulturschätzen im Nationalpark
Am kommenden Sonnabend führt der erfahrene Nationalparkranger Peter Hübner zu Kulturschätzen im Nationalpark, die ansonsten vielen Wanderern verborgen bleiben. Von der Flößerei bis zum sächsischen Königshaus werden vielfältige Beispiele der Kulturgeschichte im Nationalpark zu sehen sein.
Denn die Nationalpark- und Forstverwaltung von Sachsenforst bietet nicht nur Naturerleben im Nationalpark und schützt den Lebensraum heimischer Tier- und Pflanzenarten, sondern bewahrt und pflegt zudem kulturhistorische Denkmäler im Schutzgebiet. Prominentestes Beispiel ist sicherlich die Basteibrücke. Über 50 Brücken und unzählige Stützmauern bilden attraktive Wegeverbindung für Wandertouren und Naturerleben. Als Teil der regelmäßig zu unterhaltenden Infrastruktur stehen sie als eine wichtige Kategorie auf der Inventarliste der Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz, die sie in regelmäßigen Abständen repariert und für den Wanderverkehr unterhält. Kulturhistorisch besonders wertvolle Beispiele sind die Sandsteinbogenbrücken an der Neumannmühle und am Lichtenhainer Wasserfall.
Das ehemalig königliche Jagdhaus am Zeughaus ist ein Beispiel aus der jüngeren Kulturgeschichte. In diesem Sinne ebenfalls schützenswert sind die Relikte der Jagdgeschichte wie die Salzlecksteine im Zeughausgebiet. Historische Informationen zur königlichen Jagd im heutigen Nationalparkgebiet zeigt die Nationalparkinformationsstelle am Zeughaus, die noch bis Ende Oktober von 9 bis 16 Uhr ihre Türen für Interessenten geöffnet hat.
Der Startpunkt der rund dreistündigen Wanderung „Kulturhistorische Wanderung in der Sächsischen Schweiz“ ist gut mit öffentlichen Nahverkehrsmitteln erreichbar und wird bei Anmeldung mitgeteilt. Die zweite Tour ist bereits ausgebucht. Es sind also nur noch wenige Plätze für den 29.08.2026 frei (Anmeldungen hier: https://nationalpark-saechsische-schweiz.de/veranstaltungen).
BU
Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz (Hasse-Sammlung)
Die Basteiaussicht in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Kupferstich von Johan Christian Clausen Dahl und E. A. Schmidt; fünf Wanderer schauen hinab auf die Elbschleife und drei Tafelberge am Horizont