Nachwachsender Rohstoff aus der Sächsischen Schweiz: Brennholz beim Förster erhältlich
Die aktuelle Heizperiode geht gerade zu Ende. Doch der nächste Winter kommt bestimmt. Wer in der Sächsischen Schweiz mit Holz heizt, kann „Brennholz von hier“ bei den Försterinnen und Förstern in den Forstrevieren der Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz von Sachsenforst erwerben. Bei der planmäßigen Waldpflege oder Durchforstung außerhalb des Nationalparks fällt neben einem Großteil an sogenanntem Säge- und Industrieholz auch Brennholz an.
Die Nutzung des Holzes ist Teil des Waldumbaus hin zu einem vielfältigen und klimastabilen Mischwald: Durch ihre steuernden Eingriffe und die aktive Gestaltung des Waldes erhalten und entwickeln ihn die Forstfachleute der Nationalpark- und Forstverwaltung von Sachsenforst so, dass er seiner Funktion als Lebensraum für viele Pflanzen, Tiere und andere Lebewesen, als Erholungsort für den Menschen, als Speicher des klimawirksamen Gases Kohlenstoffdioxid (CO2) und als Quelle für Nutzholz auch zukünftig gerecht werden kann. Darauf zielt die Bewirtschaftung des gesamten sächsischen Staatswaldes.
Bei der Waldpflege lassen Försterinnen und Förster schwächere Bäume aus einem Bestand entnehmen, um vitaleren Exemplaren Raum zum Wachsen zu geben und die Konkurrenz zwischen den Bäumen um Licht, Nährstoffe und Wasser zu verringern. Zugleich belassen sie gezielt und zu einem gewissen Anteil alte Bäume als wertvolle Lebensstätten sowie Totholz als Nahrung für zersetzende Lebewesen in den Waldbeständen. Auf diese Weise fördern sie die Artenvielfalt und die Stabilität des gesamten Ökosystems Wald.
Das im Zuge der Waldpflege anfallende Rohholz wird je nach Baumart und Stärke unterschiedlich verwertet. Im Vordergrund steht die Entnahme und Verwertung von hochwertigem Sägeholz für die Bauindustrie oder für den Möbel- und Instrumentenbau. So umfasst der Großteil des entnommenen Holzes dieses Sägeholz, aber auch Industrieholz, das etwa zu Span- und Faserplatten, Hackschnitzeln, Pellets oder Papier weiterverarbeitet wird.
Als Nebenprodukt der Waldbewirtschaftung fällt Brennholz an. Das sind unter anderem solche Stämme, die für Sägewerke zu schwach oder krumm sind und die nicht als Industrieholz verwertbar sind.
Brennholz aus heimischen Wäldern ist eine regionale und nachwachsende Alternative zu nicht erneuerbaren, das heißt fossilen Brennstoffen wie Öl oder Gas. Mit dem Kauf von regionalem Brennholz unterstützen Kundinnen und Kunden die verantwortungsbewusste Waldbewirtschaftung vor Ort – hier im Speziellen in den Wäldern der Nationalparkregion Sächsischen Schweiz. Mengen ab acht Raummeter erhalten sie bei dem/der jeweiligen Revierförster/in. Die Kontaktdaten aller Revierförsterinnen und -förster der Nationalpark- und Forstverwaltung von Sachsenforst sind auf deren Internetseite unter www.nationalpark-saechsische-schweiz.de/foerster zu finden. Das Brennholz wird zur Abholung ab Waldweg bereitgestellt. Die Größen der Holzpolter entsprechen dem durchschnittlichen Brennholzbedarf privater Holzkäufer.
Mehr Informationen:
Die Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz ist eine regionale Organisationseinheit von SACHSENFORST. Sie betreut als Schutzgebiets- und Forstverwaltung den Nationalpark Sächsische Schweiz mit einer Fläche von 9.350 Hektar und bewirtschaftet außerhalb der Grenzen des Nationalparks 12.900 Hektar Landeswald in der Sächsischen Schweiz. Zwei Förster sind zuständig für die Beratung und Betreuung im Privat- und Körperschaftswald (ca. 6.600 Hektar). 13 Försterinnen und Förster bewirtschaften in ihren Revieren die Wälder der Nationalparkregion oder begleiten die Naturentwicklung im Nationalpark.
BU
Foto: Ch. Tscheuschner
Katharina Käthner, Forstbezirksassistentin bei der Nationalpark- und Forstverwaltung von Sachsenforst, misst das nach verschiedenen Sortimenten sortierte und entsprechend in sogenannten Poltern abgelegte Holz im Waldgebiet Kirchleite bei Gohrisch auf. Das Brennholz wird zur Abholung ab Waldweg bereitgestellt. Die Poltergrößen entsprechen dem durchschnittlichen Brennholzbedarf privater Holzkäufer.