Nationalpark Sächsische Schweiz: Verkehrssicherung und Waldpflege rund um die Buchenparkhalle in Hinterhermsdorf
In Kürze startet die Nationalpark- und Forstverwaltung von Sachsenforst im Nationalpark Sächsische Schweiz wichtige Maßnahmen zur Wegesicherung und Waldpflege auf etwa 12 Hektar rund um die Hinterhermsdorfer Buchenparkhalle. Aufgrund der Witterung konnte die Maßnahme nicht früher begonnen werden, doch nun werden die Arbeiten zügig vor der Setz- und Brutzeit umgesetzt: Die Fällung und die Aufarbeitung erfolgen bis spätestens Mitte März.
Ziel dieser Maßnahme ist es, die Wanderwege und Verkehrswege sicher zu halten und gleichzeitig den Wald im Pflegebereich des Nationalparks zu entwickeln.
Die Pflegebereiche bilden meist die Randbereiche des Nationalparks, in denen durch aktive Maßnahmen der Wald in Richtung der natürlichen Waldentwicklung gelenkt wird. Ziel ist die Förderung eines naturnahen Waldes mit vielfältigen Strukturen. Grundlage bildet die Verordnung über die Nationalparkregion und das Nationalparkprogramm sowie Pflege- und Entwicklungspläne. Im Gegensatz dazu entwickelt sich die Natur im Ruhebereich des Nationalparks ohne steuernde Eingriffe.
Abgestorbene Äste und Kronenholz verbleiben grundsätzlich im Wald, um wichtige Lebensräume zu erhalten. Wenn nötig, kommt es aber auch zur Entnahme von anfallendem Holz, das über Sachsenforst verkauft wird.
Bei der Waldpflege in diesem Bereich geht Forstrevierleiter Matthias Protze nach folgenden Grundsätzen vor:
(1) Er wählt die zu fällenden Bäume einzeln so aus, dass der verbleibende Wald Bäume und Sträucher unterschiedlicher Höhe enthält.
(2) Er fördert gezielt Mischbaumarten, besonders die Eiche und Weißtanne, indem er konkurrierende Bäume entfernt.
(3) Besonders in der Nähe von Gebäuden fördert er gezielt Laubbäume und deren natürliche Verjüngung um den vorbeugenden Waldbrandschutzes zu verbessern.
(4) Er erhält Laubholzgruppen, besonders mit seltenen Baumarten wie Ahorn, Ulme und Linde.
(7) Biotopbäume und Totholz bleiben als wichtige Lebensräume erhalten.
Die Nationalpark- und Forstverwaltung hat ein erfahrenes Forstunternehmen beauftragt, das mit kleinen und schonenden Maschinen vom Weg aus oder auf bestehenden Wegen arbeitet. So wird der Eingriff in die Natur möglichst gering gehalten.
Foto: C. Tscheuschner
BU: Für die Waldpflegemaßnahmen, die nächste Woche im Pflegebereich des Nationalparks bei Hinterhermsdorf beginnen, hat Matthias Protze, Leiter des Nationalparkreviers Hinterhermsdorf unter anderem entlang der Hollstraße Bäume zur Fällung markiert, die auf den Waldweg brechen könnten.