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16.04.2026

Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz stellt ihren Jahresbericht 2025 vor

Im Jubiläumsjahr eine für Deutschland neue Käferart entdeckt und 165.000 Bäume und Sträucher für klimastabile Mischwälder gepflanzt.

 Die Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz von Sachsenforst stellte am gestrigen Mittwoch vor über 30 interessierten Gästen und der Presse mit einer breiten Themenvielfalt ihren Jahresbericht 2025 im WalderlebnisZentrum Leupoldishain vor. Inhaltliche Höhepunkte waren unter anderem Berichte über die Entdeckung der für Deutschland neuen Käferart Dacne pontica, die am Baumpilz Wolliger Scheidling vorkommt, der an alten Buchen wächst, die im Nationalpark noch an vielen Stellen zu finden sind. Ein besonderes Schlaglicht für den Umbau in klimastabile Mischwälder in der Nationalparkregion war die Zahl von 165.000 neue Baum- und Straucharten, die Waldarbeiter der Nationalpark- und Forstverwaltung sowie von Fachfirmen im vergangenen Jahr gepflanzt haben.

Uwe Borrmeister, Leiter der Nationalpark- und Forstverwaltung von Sachsenforst, und die Leiterinnen und Leiter der Fachbereiche berichteten über das breite Spektrum ihrer Arbeit und Arbeitsergebnisse für Nationalparkregion und Wald in der Sächsischen Schweiz im Jahr 2025 und sie gaben einen Ausblick auf ihre Aufgaben im laufenden Jahr. Im Anschluss an die inhaltlichen Präsentationen nutzten viele Besucher die Gelegenheit mit den Mitarbeitenden der Nationalpark- und Forstverwaltung ins Gespräch zu kommen.

„Das Jahr 2025 war reich an Ereignissen, die uns und die wir als Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz von Sachsenforst bewegt haben. Die bis zum Frühjahr gesperrte Elbbrücke in Bad Schandau etwa hat auch unsere Arbeit erheblich beeinflusst. Im Team und in Zusammenarbeit mit unseren Partnern in der Region konnten wir die Situation gut meistern. An vielen Stellen hatten wir sogar den Eindruck, dass die gemeinsame Bewältigung der Umstände die Menschen näher zusammengebracht hat“, sagte Uwe Borrmeister im Rückblick. 

2025 war für den Nationalpark Sächsische Schweiz auch ein Jubiläumsjahr: Zahlreiche Feste und zwei Konzerte waren dem 35-jährigen Bestehen des Nationalparks gewidmet und gingen einher mit den Feierlichkeiten des Nationalparks Böhmische Schweiz anlässlich dessen 25-jährigem Bestehen. 

Uwe Borrmeister: „In allen Herausforderungen, Festlichkeiten und im normalen Arbeitsalltag ist viel geworden – von Pflegemaßnahmen in der Kulturlandschaft und der planmäßigen Fortsetzung des Waldumbaus zu klimastabilen Mischwäldern über Verbesserungen in der Besucherinformation bis hin zu Naturbildungsveranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Mein besonderer Dank gilt unseren zahlreichen Partnerinnen und Partnern in der Region sowie unserem engagierten Team von Sachsenforst in der Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz. 

Wir konnten in Sachsens einzigem Nationalpark Einschränkungen oder Gefährdungen für das Wanderwegenetz deutlich verringern und die naturschutzfachlich positive Entwicklung weiter absichern. Ein wenig stolz sind wir auf die große Anzahl von Käferarten, die wir im Nationalpark nachweisen konnten, sogar mit einer erstmalig für Deutschland nachgewiesenen Art.“

Erstmals bei der Veranstaltung wurde die neue Broschüre Jahresrückblick 2025 vorgestellt, die reich bebildert mit kurzweiligen Infos das Spektrum der Arbeiten zeigt. Die Broschüre ist online verfügbar unter BEI-UNS_Jahresrueckblick-2025.pdf.

Folgende Zahlen stehen beispielhaft für die in 2025 erbrachten Arbeitsergebnisse:

Infokasten Arbeitsergebnisse der Nationalpark und Forstverwaltung 2025: 

  • 165.000 junge Bäume und Sträucher gepflanzt, davon 7.000 als Waldrandstreifen 
  • 1.800 Hektar Waldpflege und Durchforstung im Zuge des Waldumbaus hin zu vielfältigen und klimastabilen Mischwäldern 
  • 101.000 Festmeter Holz wurden dabei aufgearbeitet
  • 200 Beratungsgespräche und 2 Schulungen zur Unterstützung für Privatwaldbesitzern durchgeführt
  • 38 Maßnahmen der Kulturlandschaftspflege in der Nationalparkregion von Pflanzaktion bis Teichsanierung
  • 27 kleine Gewässer instandgesetzt und betreut
  • 45 Hektar Wiesen auf landeseigenen Flächen im Nationalpark und im Landschaftsschutzgebiet gepflegt
  • 2,33 Kilometer laufende Meter Ufer von Fließgewässern renaturiert und gepflegt 
  • 9,546 Kilometer Waldränder mit vielfältigen Sträuchern bepflanzt und gepflegt

     

  • 7 Wanderwege gesichert, darunter Wettinweg
  • 20 Kilometer Wanderwege und Zustiege instandgesetzt
  • 5000 Holzstufen an Wanderwegen und Kletterzustiegen erneuert
  • 500 Meter Metallstiegen und Geländer repariert
  • 30m³ Müll im Nationalpark aufgesammelt und entsorgt
  • 5 Waldtoiletten an Parkplätzen gepflegt und betreut
  • 365 Tage Dienst der Nationalpark- und Naturwacht für Waldbesucher und zum vorbeugenden Waldbrandschutz
  • 105 km Forststeig-Route mit Waldübernachtungsplätzen betreut und gepflegt

     

  • 365 Tage Rufbereitschaft für Rettungsdienst, Feuerwehren, Polizei und Bergwacht
  • 4 gemeinsame Übungen der Ortsfeuerwehren
  • 1 Netzwerktreffen mit allen Ortsfeuerwehren der Nationalparkregion Sächsische Schweiz und dem Landratsamt Sächsische Schweiz Osterzgebirge
  • 2 Technik-Tests zur Waldbrandfrüherkennung

     

  • 8.000 Käfer aus 791 Arten Käferarten im Rahmen eines Monitoring-Programms bestimmt, davon 460 Arten im Holz lebender Käfer 
  • 1 für Deutschland neue Käferart entdeckt
  • 502 Naturbildungsprogramme durchgeführt
  • 12.314 Kinder und Jugendliche nahmen an Naturbildungsprogrammen teil
  • 316 Treffen mit Junior und Volunteer Rangern aus den Dörfern der Nationalparkregion

     

  • 12.805 Follower beim Routenplaner Komoot
  • 5.000 Follower bei Facebook 
  • 4.500 Follower bei Instagram 
  • 12 SandsteinSchweizer – monatlicher Newsletter – mit über 300 Artikeln

     

  • 2 Nationalparkgemeinden
  • 54 Nationalparkpartner
  • 6 Forststeig-Gemeinden
  • 30 Forststeig-Partner

     

  • 6.500 Arbeitsstunden der Helfer der Naturschutzwarte
  • 8.000 freiwillige Einsatzstunden 
  • 37 Nationalparkführer betreut
  • 27 neue Nationalparkführer ausgebildet.

 

Mehr Informationen:

Die Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz ist eine regionale Organisationseinheit von SACHSENFORST. Sie betreut als Schutzgebiets- und Forstverwaltung den Nationalpark Sächsische Schweiz mit einer Fläche von 9.350 Hektar und bewirtschaftet außerhalb der Grenzen des Nationalparks 12.900 Hektar Landeswald in der Sächsischen Schweiz. Zwei Förster sind zuständig für die Beratung und Betreuung im Privat- und Körperschaftswald (ca. 6.600 Hektar). 13 Försterinnen und Förster bewirtschaften in ihren Revieren die Wälder der Nationalparkregion oder begleiten die Naturentwicklung im Nationalpark.

Weitere Informationen sind verfügbar unter https://nationalpark-saechsische-schweiz.de/wir-willkommen-in-der-nationalparkregion.

BU:

Foto: Kati Partzsch

Uwe Borrmeister, Leiter der Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz von Sachsenforst (v. l.) informierte im Rahmen des Bürgertreffs zum Jahresbericht 2025 im WalderlebnisZentrum Leupoldishain über die Arbeit und Arbeitsergebnisse der Nationalpark- und Forstverwaltung für die Nationalparkregion Sächsische Schweiz und gab gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen einen Ausblick auf deren Arbeit im laufenden Jahr 2026.