Pressemitteilung von Sachsenforst: Hilfe aus der Luft - Hubschraubereinsatz unterstützt Aufräumarbeiten rund um den Kurort Rathen
Unmittelbar nach dem Sturmereignis Ende Juli begannen die Aufräumarbeiten rund um den Kurort Rathen. Forstwirte der Nationalpark- und Forstverwaltung und der Maschinenstation Königstein von Sachsenforst haben seither mit Motorsägen sowie dem Einsatz von Seilschleppern und Harvestern zügig wichtige Zufahrts- und Wanderwege freigeschnitten. Der Basteiweg und der Bereich Schwedenlöcher sind für Besucherinnen und Besucher inzwischen wieder geöffnet.
Der Sturm hat auch im Bereich der Felsenbühne Rathen und des Amselsees sehr starke Schäden hinterlassen. Diese Gebiete sind nur schwer zugänglich – leistungsstarke und spezialisierte Forstmaschinen können aufgrund ihrer Abmessungen dort nicht eingesetzt werden. Daher stand früh fest, dass die Beräumung dieser Bereiche nur mit Unterstützung eines Hubschraubers möglich ist.
Dazu Staatsminister Georg-Ludwig von Breitenbuch: »Nach dem Unwetter in Rathen haben wir schnelle Hilfe zugesichert – und wir setzen dieses Versprechen um. Der Bastei-Wanderweg ist bereits wieder freigegeben, jetzt beginnen mit den Hubschrauberarbeiten die nächsten wichtigen Maßnahmen. Mein Dank gilt allen Einsatzkräften und Beteiligten, die unter schwierigen Bedingungen mit großem Einsatz dafür sorgen, dass die Folgen des Unwetters zügig beseitigt werden. Als Freistaat Sachsen arbeiten wir entschlossen daran, die touristische Nutzung der Region so schnell wie möglich wiederherzustellen.«
Im Bereich der Felsenbühne müssen umgestürzte Bäume aus dem Zuschauerbereich sowie vom Dach des Hauptgebäudes ausgeflogen werden. Darüber hinaus sind Bäume auf den angrenzenden Felsen zu sichern und zu entnehmen, die akut absturzgefährdet sind. Flächen rund um den Amselsee gleichen derzeit einem Mikado-Spiel aus übereinanderliegenden Stämmen.
Die Vorbereitungen für den Hubschraubereinsatz laufen seit gut einer Woche. Forstwirte von Sachsenforst und beauftragten Unternehmen arbeiten sich mit Motorsägen durch das Sturmholz; Seilwinden helfen dabei, die ineinander verkeilten Stämme zu lösen und auseinanderzuziehen. Baumkletterer bereiten das Ausfliegen von Bäumen an der Felsenbühne vor. Da die Vorbereitungsarbeiten sehr gut vorangekommen sind, ist der Hubschrauber seit dem 26. August 2026 im Einsatz und fliegt die Stämme aus dem Schadgebiet aus.
Am Abladeplatz werden die angelieferten Stämme durch einen Harvester von Sachsenforst aufgearbeitet und für einen schnellen Abtransport in die Sägewerke vorbereitet.
Da der Hubschraubereinsatz sehr vorbereitungs- und kostenintensiv ist, konzentrieren sich die Maßnahmen auf die Sicherung der Infrastruktur am Amselsee und an der Felsenbühne. Begonnen wurde der Hubschraubereinsatz im Bereich der Felsenbühne, so dass die Landesbühnen Sachsen nach Sicherung des Areals die Aufräum- und Reparaturarbeiten sicher fortführen können. Weitere stark betroffene Flächen werden anschließend unter anderem mit Hilfe eines Seilkrans beräumt.
Der Hubschrauber pendelt im Fünf-Minuten-Takt zwischen Schadgebiet und Abladeplatz, was zu einer entsprechenden Geräuschkulisse führt. Wir bitten dafür um Verständnis. Darüber hinaus sind die Parkplätze am Gamrig aufgrund der Arbeiten vorübergehend gesperrt. Der gesamte Hubschraubereinsatz wird voraussichtlich rund 15 Arbeitstage in Anspruch nehmen.
BU:
Maren Pussak
Der Hubschrauber ist seit dem 26. August 2026 im Einsatz und fliegt die Stämme aus dem Schadgebiet Amselsee und Felsenbühne aus. Der gesamte Hubschraubereinsatz wird voraussichtlich rund 15 Arbeitstage in Anspruch nehmen.