So ein Nadelöhr – Instandsetzung am Pfaffenstein mit vereinten Kräften erfolgt
Viel Engagement von Freiwilligen steckt in den Zugängen zum Gipfelplateau des Pfaffensteins. Ehrenamt stößt beim Stahlbau allerdings an Grenzen. Daher hat die Nationalpark- und Forstverwaltung von Sachsenforst für das bei Gästen besonders beliebte Nadelöhr andere Wege zur Instandhaltung genutzt.
Auf Vermittlung der Nationalpark- und Forstverwaltung hat die Deutsche Bahn gemeinsam mit ihrem Kooperationspartner Ecosia Mittel aus dem Projekt „Fahrtziel Natur“ für Maßnahmen in der Nationalparkregion zur Verfügung gestellt. Der Nationalpark Sächsische Schweiz ist seit 26 Jahren Mitglied in der Initiative „Fahrtziel Natur“ zur nachhaltigen Mobilität in Schutzgebieten.
Die Nationalpark- und Forstverwaltung von Sachsenforst unterstützt Initiativen zur Erhaltung von Kulturgut wie Wanderwegen und Steiganlagen in Privateigentum. Mittel aus dem Staatshaushalt dürfen dafür nicht verwendet werden, Spenden sind aber sehr gut geeignet. Ein langjähriger Kooperationspartner war mit der Schutzgemeinschaft Sächsische Schweiz e. V. schnell gefunden, im Nadelöhr drückte seit Jahren der Schuh.
Die Schlüsselstellen des Nadelöhrs hat der ehemalige Vorsitzende der Schutzgemeinschaft, Rainer Reichstein, alljährlich notdürftig instandgesetzt: „Das war eine Schinderei, Steine anheben, unterfüttern, zurechtrücken und wissen, das wird alles runtergelatscht und in ein paar Monaten muss ich das wieder machen. So sind wir miteinander in die Jahre gekommen.“
Die Vorsitzende der Schutzgemeinschaft, Andrea Stubenrauch, ergänzt: „Das Geld kam zum richtigen Zeitpunkt mit der Übergabe des Vorsitzes der Schutzgemeinschaft an mich. Wir als Eigentümer des Naturschutzgebietes auf dem Pfaffenstein müssen Tourismus und Naturschutz als Einheit sehen, letztlich sind wir als Verein auf die Pachteinnahmen aus dem Betrieb der Gaststätte angewiesen, dafür müssen die Zugänge in Ordnung sein.“
Freilich reichte die Spende nur für einen kleinen Abschnitt von 5,60m, dafür sind die Mittel sehr gut angelegt. Die Schmiede und Bauschlosserei Ott aus Krumhermsdorf hat die ausgedienten Stufen durch eine Stahltreppe ersetzt. „Vom Projekt ist noch etwas Geld übrig, wir kommen nächste Woche wieder und bringen den beschädigten Handlauf im unteren Abschnitt wieder in Ordnung. Nicht, dass sich hier jemand verletzt“, meinte Dietmar Rinke, der Inhaber der Firma.
Uwe Borrmeister, Leiter der Nationalpark- und Forstverwaltung, betont: „Wir werden weiterhin Möglichkeiten vermitteln und unterstützen, die bei Maßnahmen zur Erhaltung von Wanderwegen auf privatem Grund helfen, sie gehören zum Rückgrat des Tourismus in der Region und sind wichtige Beiträge zur Erhaltung der Erlebbarkeit unserer einmaligen Landschaft.“
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Foto: Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz
Mit vereinten Kräften ist das bei Gästen besonders beliebte Nadelöhr am Pfaffenstein instandgesetzt worden. (v. l. n. r.): Mitarbeiter der Schmiede und Bauschlosserei Ott aus Krumhermsdorf, Inhaber der Schmiede und Bauschlosserei Ott Dietmar Rinke; Dr. Rainer Reichstein, Barbara Reichstein und Andrea Stubenrauch von der Schutzgemeinschaft Sächsische Schweiz e. V., Jens Posthoff von der Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz.