Ein Hubschrauber fliegt über waldige Hügel und lässt gemahlenes Dolomitgestein zur Waldkalkung gezielt ab
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15.09.2026

Waldkalkung mit Hubschrauber im Bereich Bad Gottleuba-Berggießhübel steht bevor - Informationen für Waldbesucher aus Sicherheitsgründen

Die Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz von Sachsenforst führt voraussichtlich ab 21. September in den Forstrevieren Ottomühle, Berggießhübel und Gohrisch eine Waldkalkung mit Hubschrauber durch. Voraussichtlich bis zum 9. Oktober 2026, je nach Wetterlage ggf. auch länger, werden die Waldgebiete im Bereich Bad Gottleuba-Berggießhübel betroffen sein.

Revierförsterin Annett Wehner bittet alle Waldbesucher um Verständnis: „Bei der Ausbringung des Kalkes mit Luftfahrzeugen wird es aufgrund der nicht vermeidbaren Staubbildung und der Motorengeräusche zu tageweisen Beeinträchtigungen kommen. Die jeweils aktuell betroffenen Waldbereiche werden mit weiß-roten Flatterbandmarkierungen abgesperrt. Aus Sicherheitsgründen ist das Betreten der gesperrten Gebiete unbedingt zu vermeiden, es besteht Gefahr durch den Flugbetrieb und den Kalkabwurf! Wir bemühen uns, die abgearbeiteten Flächen jeweils schnellstmöglich wieder freizugeben.“

Ein Hubschrauber der Firma Deutsche Heliforst GmbH ist dann in und über dem Gebiet tätig. An den Lagerplätzen wird Kalk aufgenommen und über genau definierte Waldgebiete möglichst gezielt abgeworfen werden. Die Absperrungen richten sich dabei flexibel nach den jeweils aktuell abzuarbeitenden Flächen. 

Die vorübergehenden notwendigen Absperrungen sind von allen Waldbesuchern unbedingt einzuhalten, um einer möglichen Verletzungsgefahr beispielsweise durch herabfallende Steine vorzubeugen. Der Aufenthalt unter schwebenden Lasten ist lebensgefährlich. 

Im Wegeservice der Nationalpark- und Forstverwaltung von Sachsenforst sind die Bereiche, in denen im Zeitraum der Waldkalkungsarbeiten mit Einschränkungen durch gesperrte Wald- und Wanderwege zu rechnen ist, angekündigt: https://nationalpark-saechsische-schweiz.de/wegeservice. Die in der interaktiven Karte eingezeichneten Bereiche dienen dabei nur der groben Orientierung. Das Geschehen um Waldkalkung mit Hubschraubereinsatz kann erfahrungsgemäß sehr dynamisch sein. Die Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz ist bemüht freigegebene Waldkalkungsbereiche zeitnah in ihrer interaktiven Karte abzubilden: https://nationalpark-saechsische-schweiz.de/karte.

Der Waldparkplatz Markersbach (Schwert-A-Weg/Markersbacher Berg) wird ab dem 17. September als Lagerplatz für den auszubringenden Kalk genutzt und muss daher bis zum Abschluss der Arbeiten voll gesperrt werden. 

Revierförsterin Annett Wehner bittet Anlieger waldnaher Wohnstandorte um Verständnis, wenn während des Flugbetriebes Lärmbeeinträchtigungen entstehen. So muss insbesondere an Schönwettertagen aufgrund des Aufgabenumfanges die mögliche Flugzeit bis in die Abendstunden genutzt werden. 

Pilze und Beeren können nach Aufhebung der Sperrungen von gekalkten Flächen gesammelt und nach dem Waschen verzehrt werden.

Weitere Informationen zur Waldkalkung:

Die Waldkalkung wird von Sachsenforst zur Verbesserung des Bodenzustandes durch Abpufferung der sauren Einträge durch Luftschadstoffe durchgeführt. Ziel ist die Stabilisierung des Gesundheitszustandes der Waldbestände. 

Gemäß der Kalkungsrichtlinie werden dabei Flächen in Naturschutzgebieten und Wälder auf empfindlichen Nassstandorten grundsätzlich ausgespart.

Das Magnesium – Kalzium - Carbonatgemisch (gemahlenes Dolomitgestein) neutralisiert saure Einträge aus Luftschadstoffen im Boden, die das Feinwurzelsystem der Waldbäume schädigen. Die Kalkung mit einer Aufwandmenge von 3,0 t/ha wird im Rhythmus von 10 Jahren wiederholt durchgeführt. 

Die Maßnahme wird zu 100% durch die Europäische Union und den Freistaat Sachsen finanziert und ist für die Waldeigentümer kostenfrei.

Weitere Informationen, warum die Kalkung nötig ist, wie sie abläuft und was für Waldbesucher zu beachten ist: https://www.wald.sachsen.de/bodenschutzkalkung-5838.html

BU

Foto: Deutsche Heliforst GmbH

Bei der Waldkalkung neutralisiert gemahlenes Dolomitgestein saure Einträge aus Luftschadstoffen im Boden, die das Feinwurzelsystem der Waldbäume schädigen. Spezialisten werfen dafür solche Kalkladungen über genau definierte Waldgebiete möglichst gezielt ab.