Über 80 ehrenamtliche Helfer der Naturschutzwarte Sächsische Schweiz stehen für die Saison bereit
Schulung auf der Festung Königstein:
Auf der Festung Königstein empfing die Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz von Sachsenforst kürzlich über 80 Helferinnen und Helfer der Naturschutzwarte zur jährlichen Schulung. Bei der ganztägigen Veranstaltung erhielten die Freiwilligen aktuelle Informationen zur Arbeit der Nationalpark- und Forstverwaltung, zur Entwicklung geschützter Arten in der Nationalparkregion und zum Landschaftsschutzgebiet Sächsische Schweiz, das seit 70 Jahren besteht. Eine Exkursion mit vielen Eindrücken aus dem Landschaftsschutzgebiet entlang der Festungsmauer vertiefte die Neuigkeiten aus der Schulung.
Die Helfer informieren wie ihre hauptamtlichen Kollegen der Nationalpark- und Naturwacht die Besucher, weisen sie, falls erforderlich auf Fehlverhalten hin und können dieses auch zur Anzeige bringen. Die Landesdirektion beurteilt diese Anzeigen und leitet gegebenenfalls Ordnungswidrigkeitsverfahren ein. Daniel Küchler von der Landesdirektion bedankte sich für die wertvolle Arbeit der Helfer und betonte, wie wichtig die Säule der ehrenamtlichen Arbeit für die Sicherung des Schutzzwecks der Nationalparkregion Sächsische Schweiz ist.
Jürgen Phoenix war früher stellvertretender Leiter der Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz. Er würdigte zum 70. Jubiläum die Bedeutung des Landschaftsschutzgebietes Sächsische Schweiz für eine einheitliche und abgestimmte Gebietsentwicklung im Naturraum des Elbsandsteingebirges, auch als grenzüberschreitendes Projekt mit den Verantwortlichen der Böhmischen Schweiz.
Astrid Scharf, Leiterin des Fachbereiches Naturschutz, Gebietsentwicklung und Forschung der Nationalpark- und Forstverwaltung, untermauerte anhand neuer Untersuchungen beispielsweise der Fledermäuse die weit über die Landesgrenzen hinausgehenden Bedeutung der Wald-Felsgebiete der Nationalparkregion Sächsische Schweiz und der daraus resultierenden herausragenden Schutzwürdigkeit und Verantwortung.
Jens Posthoff, der die Helferinnen und Helfer bei der Nationalpark- und Forstverwaltung organisatorisch betreut, vermittelte während der Exkursion Informationen zum besonderen Erbe der Kulturlandschaft und zu den damit verbundenen Chancen und Herausforderungen. „Ich bin gerne für die Helfer da, auch im Interesse des Schutzes und der Entwicklung der Nationalparkregion“, sagte Jens Posthoff.
„Die Mischung aus spannenden Vorträgen, Rundgang und gutem Essen war perfekt. Ich habe viele neue Impulse mitgenommen, die bei mir noch mehr Interesse geweckt haben, mich als Helferin der Naturschutzwarte zu beteiligen“, lautete das Resümee einer Schulungsteilnehmerin. Auch die Arbeitsschutzbelehrung von Alexander Nowak, dem Leiter der Nationalparkwacht war kurzweilig und traf auf großes Interesse bei den Teilnehmenden.
„Wir sind sehr dankbar für das wichtige Engagement der Helfer der Naturschutzwarte, die unsere Arbeit allein im vergangenen Jahr mit 6.500 Arbeitsstunden in der Nationalparkregion Sächsische Schweiz unterstützt haben“, sagt Hanspeter Mayr, stellvertretender Leiter der Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz von Sachsenforst. „Ihr Einsatz hilft uns auch beim vorsorgenden Waldbrandschutz. So haben einige der ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen beispielsweise illegale Lagerfeuer entdeckt, die schnell gelöscht werden konnten, bevor sich daraus ein größerer Waldbrand entwickeln konnte.“
Zum guten Gelingen der Schulung hat auch das Team der Festung Königstein mit sehr guter Organisation und Begleitung der Veranstaltung sowie die Agrarproduktion „Am Bärenstein“ in Struppen mit einem ansprechenden Catering aus eigener Produktion beigetragen.
Mehr Informationen zu den Helfern der Naturschutzwarte
Bereits seit 1985 sind die Helfer der Naturschutzwarte in der Nationalparkregion Sächsische Schweiz im Einsatz. Sie unterstützen die hauptamtlichen Naturschutzwarte (= hauptamtliche Nationalpark- und Naturwacht oder „Ranger“), informieren Besucher, weisen sie auf Fehlverhalten hin und können dieses auch zur Anzeige bringen. Zudem nehmen die Freiwilligen Schäden an der touristischen Infrastruktur auf. So können etwa Wegweiser oder Stufen im Gebiet rasch repariert werden.
Die derzeit aktiven Helfer der Naturschutzwarte sind zwischen 18 und 95 Jahre alt. Allein im Jahr 2025 haben sie über 6500 freiwillige Helferstunden in „Zeitgeschenken“ von einem bis 40 Tagen geleistet.
Die fachliche und organisatorische Begleitung des Einsatzes der Helfer der Naturschutzwarte liegt bei der Nationalpark- und Forstverwaltung von Sachsenforst. Sie bietet jährlich eine verpflichtende Schulung für die Freiwilligen an, um ihnen wichtige und aktuelle Informationen für ihren Einsatz im Gebiet zu vermitteln.
BU
Foto: M. Förster
Kürzlich begrüßte die Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz von Sachsenforst auf der Festung Königstein über 80 Teilnehmende zur jährlichen Schulung für die Helfer der Naturschutzwarte. Im Rahmen von Vorträgen und einer Exkursion erhielten die Freiwilligen aktuelle Informationen, die sie für ihren Einsatz im Gebiet benötigen.