"Als Kind bin ich hier zum Fußball geradelt...
Da waren beide Seiten voller Bäume. Das fand ich toll. Deshalb freue ich mich, das hier wieder gepflanzt wird und bin ich dabei!“ (Anwohner)
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Über den Wegrand geschaut

Gemeinsam neue und alte Wege gehen in der Sächsischen Schweiz

Kommunen, Einwohner und lokale Akteure in der Nationalparkregion sind gefragt, wenn ausgewählte Wander- und Wirtschaftswege und deren begleitende Landschaftsstrukturen im Rahmen des LEADER-Projektes "Über den Wegrand geschaut" aufgewertet werden. Ziel ist es, modellhaft das Potenzial für positive Biodiversitätseffekte und für touristische Nutzungen auszuschöpfen. Dafür erarbeiten wir gemeinsam Maßnahmen und Pflegekonzepte und planen Kooperationen. 

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Das viele Kilometer zählende Netz von Wegen und Wegrandstrukturen ist nicht nur identitätsstiftend für das landwirtschaftlich geprägte Offenland der Nationalparkregion. Als möglicher Rückzugsraum, Lebensraum und Wanderkorridor für zahlreiche heimische Pflanzen- und Tierarten ist dies ein oft unterschätzter Schlüssel für den Verbund von Lebensräumen und gegen den Verlust von Biodiversität. Das Projekt "Über den Wegrand geschaut" ermöglicht es, gemeinsam das Potenzial, das den Wegnetzen der Region und deren Wegrandstrukturen innewohnt auszuschöpfen, so Projektkoordinatorin Carmen Tümpel.

Für die Bewahrung und Entwicklung der Kulturlandschaft in der Nationalparkregion ist ein fachlicher Austausch wichtig. Das Projekt ermöglicht diesen Raum für Flächeneigentümer der Wegfluren, Kommunen und Bauhöfe, landwirtschaftliche Anrainer sowie für Einwohnerinnen, Einwohner und in Landschaftspflege und Naturschutz aktive Vereine und Ehrenamtliche. So können Kooperationsmodelle entstehen. Im Projekt werden deshalb auch praxisnahe, für alle Beteiligten zugängliche Konzepte für die Pflege von Wegrändern und Artensteckbriefe entstehen. 

Um unter Beteiligung der wichtigen Akteure gemeinsam Pflegekonzepte und Maßnahmen zu entwickeln laden wir zu mehreren „Werkstatt-Treffen“ und „Wege-Schauen“ in der Nationalparkregion ein. Anhand von Kooperationsmodellen werden die Pflegekonzepte und Maßnahmen dann im Verlauf des Projektes in die Praxis überführt und in Modellgebiete exemplarisch umgesetzt. 
Im Umfeld ausgewählter Wegenetze wirken wir so gemeinsam für eine verbesserte Strukturvielfalt und Biodiversität sowie für die Schaffung von vernetzenden Elementen und Biotoptrittsteinen in der Nationalparkregion. 

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