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14.08.2026

Freischneidearbeiten im Nationalpark Sächsische Schweiz schreiten weiter schnell voran – Schwedenlöcher, Gansweg, Amselgrund nach Rathewalde und Polenztal wieder frei, auch Waltersdorfer Mühle wieder zugänglich

28 Forstwirte und vier Ranger der Nationalpark- und Forstverwaltung sowie der Maschinenstation Königstein von Sachsenforst sowie private Unternehmen machen gute Fortschritte bei der Aufarbeitung der Sturmschäden um den Kurort Rathen. Unter Anleitung des Nationalpark-Revierförsters Frank Wagner konnten auch die wichtigen Wanderwege Gansweg, Schwedenlöcher, Amselgrund nach Rathewalde und der Polenztalweg freigeräumt werden. Eine spezialisierte Baufirma direkt aus dem benachbarten Waltersdorf war kurzfristig in der Lage, zerstörte Stufen in den Schwedenlöchern zu reparieren. Damit sind nun auch die beliebte Waltersdorfer Mühle, die Pavillonaussicht sowie die Schwedenlöcher zwischen Bastei und Rathewalde wieder für Wanderer zugänglich. Der Malerweg kann über die attraktive Route durch die Schwedenlöcher umgeleitet werden. 

Die untere Forstbehörde im Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hat die Allgemeinverfügung zur Waldsperrung zum Termin 14.08.26 um 12:00 Uhr entsprechend aktualisiert und den Umfang der gesperrten Waldgebiete deutlich verkleinert.

Frank Wagner, Revierförster für das Nationalparkrevier Hohnstein in der Nationalpark- und Forstverwaltung, koordiniert die aufwändigen Arbeiten: „Viele Verhaue aus übereinandergeworfenen Bäumen mussten mit Motorsäge und Unterstützung durch Forstschlepper aufgelöst werden, denn Forstmaschinen konnten beispielsweise auf schmalen Wanderwegen wie den bekannten Schwedenlöchern nicht eingesetzt werden. Die Steilheit des Geländes und die hohen Temperaturen bleiben herausfordernd. Mit großem Respekt vor der gefährlichen Waldarbeit sind wir froh und dankbar, dass wir trotz der komplexen Lage und der Hitze so gut vorankommen. An manchen Stellen, wie beispielsweise an den Geländern, zeugen noch Schäden von der Wucht des Sturms. Wir bitten um Verständnis, dass die Aufräumarbeiten im zentralen Schadgebiet noch einige Zeit in Anspruch nehmen werden. Hohe Priorität hatte für uns die schnelle und sichere Wiedereröffnung wichtiger Wanderwege mitten in der Wandersaison.“

Wertvolle Unterstützung erhielt die Nationalpark- und Forstverwaltung von Sachsenforst auch von sechs Jugendlichen der Integrationsgesellschaft Sachsen. Mit ihrer Einsatzleiterin Kathrin Scharf haben sie freiwillig die über 700 Stufen des Wanderwegs durch die Schwedenlöcher aufgeräumt, lose Äste und Laub beseitigt sowie Erosionsrinnen verfüllt.

Im Schadensschwerpunkt entlang um den Amselsee, am Pionierweg und am Füllhölzelweg konnten die Waldarbeiter der Nationalpark- und Forstverwaltung zwar die durchgängige Befahrbarkeit herstellen, doch werden die Wege jetzt vor allem für die Schadensbeseitigung auf den Windwurfflächen benötigt und bleiben für Waldbesucher gesperrt. 

Wandernden, die die beliebte „Basteirunde“ laufen möchten, werden zwei attraktive Varianten empfohlen: 

Bastei – Gansweg – Schwedenlöcher – Amselgrund – Rathewalder Mühle – Rathewalder Fußweg – Bastei (bei Mapy ansehen)

oder

Bastei – Basteiweg nach Rathen – Wehlener Weg entlang der Elbe nach Stadt Wehlen – Schwarzberggrund – Schanzenweg – Steinerner Tisch –Bastei (bei Mapy ansehen).

Uwe Borrmeister, der Leiter der Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz von Sachsenforst: „Wir sind froh, diese wichtigen Wanderwege im Gebiet des Kurorts Rathen und von Hohnstein mit dem Polenztal, die bei vielen Tausend Menschen so beliebt sind, so schnell nach dem Unwetter wieder freigeben zu können. Gleichzeitig treiben wir in Zusammenarbeit mit den Gemeinden die Aufräumarbeiten im Bereich der Felsenbühne und im gesamten betroffenen Gebiet weiter voran. Deshalb muss für den Wanderbetrieb und die Rathener Einwohner noch für viele Wochen mit Einschränkungen gerechnet werden. Unsere erfahrenen Waldarbeiter der Nationalpark- und Forstverwaltung und der Maschinenstation Königstein von Sachsenforst, aber zunehmend auch überregionale Spezialfirmen setzen weiterhin ihre Erfahrung und ihr Fachwissen ein, um den Fortschritt der Arbeiten bei größtmöglicher Sicherheit zu gewährleisten.“

Ab Anfang September ist im Auftrag der Nationalpark- und Forstverwaltung in den sehr schwer zugänglichen Bereichen am Amselsee und um die Felsenbühne der Abtransport von Schadbäumen durch spezialisierte Hubschrauber einer österreichischen Firma geplant. Die Vorbereitungsarbeiten hierfür durch Forstwirte in den Schadflächen beginnen Anfang kommender Woche und werden ca. 14 Tage dauern.

Die Arbeitsfortschritte und die Wiederöffnung weiterer Wanderwege sind auf der Webseite der Nationalpark- und Forstverwaltung in einem Ticker zu verfolgen: https://nationalpark-saechsische-schweiz.de/faq-zur-situation-in-rathen 

Die Allgemeinverfügung der unteren Forstbehörde im Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ist hier abrufbar: https://www.landratsamt-pirna.de/forst.html

 

BU

N. Rademacher

Bild 1: Unter federführender Anleitung des Nationalpark-Revierförsters Frank Wagner haben 28 Forstwirte und vier Ranger der Nationalpark- und Forstverwaltung nun vier wichtige Wanderwege freigegeben. Lucas Hänsel und Ranger Jürgen Roß entfernten heute die Absperrung Richtung Schwedenlöcher.