Aufarbeitung der Sturmschäden im Rathener Gebiet
Unsere Anteilnahme gilt den Angehörigen des tödlich verunfallten Wanderers. Den verletzten Besuchern wünschen wir eine schnelle Genesung.
Fragen und Antworten
Von dem heftigen, aber lokal sehr begrenzten Sturmereignis am 31.7. ist nur ein kleiner Teilbereich des Nationalparks zwischen Bastei, Rathen und Hohnstein betroffen. Der restliche vordere sowie der gesamte hintere Teil des Nationalparks und das linkselbische Landschaftsschutzgebiet sind uneingeschränkt zugänglich.
Den aktuell gesperrten Bereich gibt das Landratsamt als Teil der geltenden Allgemeinverfügung zur Einschränkung des Betretungsrechts auf folgender Seite bekannt: https://www.landratsamt-pirna.de/forst.html. Das in der dort hinterlegten Karte eingezeichnete Gebiet übertragen wir zudem in unsere Wegeservice-Meldung. Wir halten die Meldung so gut wie möglich aktuell und informieren auch über mögliche Umleitungen.
Die Basteiaussicht und das Basteihotel sind vom großen Basteiparkplatz aus ohne Hindernisse zu erreichen und geöffnet. Auch die Wanderwege in den Bereich westlich der Bastei zum beliebten Steinernen Tisch, zum Uttewalder Felsentor oder nach Stadt Wehlen sind weiter offen.
Nur in Richtung Rathen ist derzeit kein Abstieg möglich, bis wir alle sturzgefährdeten Bäume und Starkäste entfernt haben. Die Basteibrücke ist begehbar.
Die Aufräumarbeiten sind angelaufen, wobei bei Beräumung von Sturmwurfflächen die größten Sicherheitsanforderungen bestehen. Die Standfestigkeit der verbliebenen Bäume kann nicht sicher eingeschätzt werden, vom Sturm angeschobene Bäume mit angerissenen Wurzelbereichen haben eine verringerte Standfestigkeit und können jederzeit herabstürzen. Gleiches gilt für Äste, die zwar abgebrochen sind, aber noch mehr oder weniger fest in den Kronen hängen.
Die Stämme der übereinander liegenden Bäume stehen unter starker Spannung und können beim Durchsägen unkontrolliert mit großer Wucht aufreißen und die Waldarbeiter verletzen.
Deswegen wird dem Einsatz von Forstmaschinen wo immer möglich der Vorzug gegeben. Problematisch sind hier die engen Wege im Rathener Gebiet, die den Einsatz großer Standard-Forstmaschinen nicht zulassen. Die Nationalpark- und Forstverwaltung ist Teil des Staatsbetriebes Sachsenforst, sodass die Organisation geeigneter Maschinen schnell ablaufen wird. Wir werden versuchen, auch mit den Verhältnissen in der Sächsischen Schweiz vertraute private Spezialfirmen in die Aufräumarbeiten einzubeziehen.
Durch Infrastruktur und Relief bedingt werden Teilbereiche nur mit speziellen Technologien und Spezialtechnik bearbeitbar sein. Dazu gibt es diese Woche (Woche vom 3.8.) zahlreiche Abstimmungen und Planungen.
Vor allem die Schwedenlöcher, der Amselgrund und der Basteiweg (Aufstieg von Rathen zur Bastei) sowie Teile des Polenztalweges und weitere Wegeabschnitte in der Umgebung des Schadgebietes sind zur Zeit gesperrt. Das aktuell gesperrte Gebiet und etwaige Umleitungen finden sich in der entsprechenden Wegeservice-Meldung, das Landratsamt informiert zur Waldsperrung auf folgender Seite: https://www.landratsamt-pirna.de/forst.html. In der Allgemeinverfügung sind die betroffenen Wege aufgelistet.
Die Dauer der Aufräumarbeiten ist nicht abzuschätzen. Sie müssen unter hohen Sicherheitsanforderungen, häufig auf kleinen Wegen und im komplizierten felsigen Steilhanggelände ablaufen. Mehr dazu weiter oben.
Die vollständige Beseitigung der Gefahrenstellen wird aufgrund des großen Schadensumfangs einige Zeit in Anspruch nehmen. Sobald die Wege sicher beräumt sind und keine akute Gefahr mehr besteht, wird über die Aufhebung der Waldsperrung informiert.
Akut betroffen sind die Felsenbühne Rathen, die Wanderrast mit Bootsanleger am Amselsee, das Gebäude der Bergwacht im Amselgrund und die Waltersdorfer Mühle im Polenztal.
Wir stimmen uns eng mit den Gemeinden und dem Landkreis ab, doch die genauen Schäden können erst dann erfasst werden, wenn die umgebrochenen Bäume weggeräumt sind.
Die Beräumung rings um die Felsenbühne wird hohe Priorität haben, ist jedoch höchst anspruchsvoll und auf die Zugänglichkeit der entsprechenden Abfuhrwege angewiesen. Die Dauer der Arbeiten lässt sich noch nicht abschätzen. Die Landesbühnen Sachsen informieren auf ihrer Website zu den aktuellen Entwicklungen.
Verschiedene Stellen nehmen Geldspenden entgegen:
- Die Bergwacht kann mit Spenden unterstützt werden: https://bergwacht-sachsen.de/spenden.html Das Dach der Bergwachthütte in Rathen wurde durch das Unwetter beschädigt.
- Der Freundeskreis der Landesbühnen und der Felsenbühne Rathen e. V. hat einen Spendenaufruf zur Unterstützung der Felsenbühne gestartet: https://www.gofundme.com/f/die-felsenbuhne-rathen-wieder-aufzubauen
- Die Gemeinde Kurort Rathen hat ein Spendenkonto zur Unterstützung der Beseitigung der Unwetterschäden und Herstellung der betroffenen kommunalen Infrastruktur eingerichtet: https://www.kurort-rathen.de/de/aktuelles/neuigkeiten/reader/Spende.html
- Die Waltersdorfer Mühle ist derzeit von den Wanderwegen abgeschnitten und auch hier wurde das Gebäude des historischen Ausflugslokals beschädigt. Zur Reparatur und um den Ausfall der Hauptsaison-Einnahmen aufzufangen, kann ebenfalls gespendet werden: https://www.gofundme.com/f/waltersdorfer-muhle-sturmschaden-sachsiche-schweiz
- Für die Wanderrast am Amselsee wurde das gesetzte Spendenziel innerhalb kurzer Zeit erreicht.
Wir freuen uns über den großen Zuspruch und danken für die zahlreichen Hilfsangebote. Derzeit kann nur ein eingeschränkter Personenkreis im Sperrbereich arbeiten. Aktuell sind die Sicherungsmaßnahmen noch nicht weit genug fortgeschritten, dass auch Freiwillige mithelfen können. Wir sammeln Hilfsangebote unter der E-Mail-Adresse kommunikation.nlpfv@sachsenforst.sachsen.de und melden uns, sobald Konkreteres bekannt wird.
Mit der aktuellen Allgemeinverfügung des Landratsamts wird das Betretungsrecht in Waldflächen und auf Waldwegen in Gemeindeteilen von Rathen (rechtselbisch), Lohmen, Rathewalde und Hohnstein vollständig eingeschränkt, das heißt diese Flächen und Wege dürfen nicht betreten werden. Diese Waldsperrung dient einerseits der Sicherheit der Anwohner und Besucher und ist andererseits auch notwendig, um den Einsatzkräften und Waldarbeitern ein sicheres und störungsfreies Arbeiten zu ermöglichen.
Die Allgemeinverfügung gilt bis zum 31.8.2026. Unter folgenden Links können genauere Informationen auf den Seiten des Landratsamts abgerufen werden:
- Zur Übersicht über die Allgemeinverfügungen mit Zusammenfassung der wichtigsten Punkte und Auflistung der betroffenen Wege und Gebiete
- Zum Volltext der Allgemeinverfügung als PDF
- Zur Karte des Gebietes, in dem die Allgemeinverfügung gilt (PDF)
Die Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz von Sachsenforst appelliert in Abstimmung mit dem Landratsamt Sächsische Schweiz – Osterzgebirge und den örtlichen Gemeinden an die Bevölkerung, die Sperrungen unbedingt zu respektieren und bittet alle Bürgerinnen und Bürger eindringlich, das betroffene Gebiet zu meiden und eingerichtete Absperrungen oder Warnhinweise vor Ort strikt zu beachten.
Ein schweres lokales Sturmereignis hat am späten Nachmittag des 31.7.2026 im Nationalparkrevier Hohnstein massive Schäden an Waldbäumen im Bereich rund um den Amselgrund und im Polenztal verursacht. Durch extreme Sturmböen wurden viele Bäume entwurzelt, umgeknickt oder in Mitleidenschaft gezogen. Neben entwurzelten und gebrochenen Bäumen stellen auch angebrochene, lose Äste in den Baumkronen sowie stark geneigte und instabile Bäume eine unberechenbare Gefahr dar. Dadurch besteht akute Lebensgefahr. Die Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz von Sachsenforst appelliert in Abstimmung mit dem Landratsamt Sächsische Schweiz – Osterzgebirge und den örtlichen Gemeinden an die Bevölkerung, die Sperrungen unbedingt zu respektieren und bittet alle Bürgerinnen und Bürger eindringlich, das betroffene Gebiet zu meiden und eingerichtete Sperrungen oder Warnhinweise vor Ort strikt zu beachten. Die vollständige Beseitigung der Gefahrenstellen wird aufgrund des großen Schadensumfangs einige Zeit in Anspruch nehmen. Sobald die Wege sicher beräumt sind und keine akute Gefahr mehr besteht, wird über die Aufhebung der Waldsperrung informiert.
Das Unwetter war lokal auf den Bereich zwischen Rathen und Hohnstein begrenzt, nur ein kleiner Teil der Sächsischen Schweiz ist betroffen.
Unser Dank gilt allen Einsatzkräften, die im Schadensgebiet tätig sind.
Die Situation am Freitagabend, 31.7.26
Die Situation am Samstag, 1.8.26