Ein Hubschrauber lässt gemahlenes Dolomitgestein zur Waldkalkung über einen bewaldeten Hügel ab
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08.10.2026

Waldkalkung im Bereich Bad Gottleuba-Berggießhübel erfolgreich beendet

Die Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz von Sachsenforst führte seit 21. September in den Forstrevieren Ottomühle, Berggießhübel und Gohrisch im Waldgebiet südöstlich von 
Bad Gottleuba-Berggießhübel eine Waldkalkung mit zwei Hubschraubern durch. Die Kalkung neutralisiert saure Einträge aus Luftschadstoffen im Boden, die das Feinwurzelsystem der Waldbäume schädigen. Trotz zweier wetterbedingter Ausfalltage zu Beginn der aufwändigen Arbeitsmaßnahme ist die Waldkalkung nun vorfristig abgeschlossen. 

Alle betroffenen Waldgebiete sind ab heute bereits wieder frei gegeben. Auch der Waldparkplatz Markersbach (Schwert-A-Weg/Markersbacher Berg), der seit 17. September als Lagerplatz für den auszubringenden Kalk diente, ist ab sofort wieder zugänglich.

Revierförsterin Annett Wehner bedankt sich bei allen Waldbesuchern und insbesondere bei den Anwohnerinnen und Anwohner für das Verständnis. Sie erläutert: „Die Ausbringung des Kalkes mit Hubschraubern und entsprechender Logistik am Boden ist ziemlich aufwändig und nicht ohne Risiko. Wir sind froh, diese alle zehn Jahre notwendigen Arbeiten ohne größere Zwischenfälle erfolgreich abgeschlossen zu haben. Staubbildung und Motorengeräusche sowie tageweise Beeinträchtigungen und Sperrungen sind nun Vergangenheit! Unser Dank gilt der ausführenden Firma für die schnelle und reibungslose Ausführung des Auftrages!“

Zwei Hubschrauber waren knapp einen Monat über dem Gebiet im Einsatz. An den Lagerplätzen nahmen sie im Zweiminutentakt Kalkchargen à 600–800 Kilogramm auf und brachten sie über genau definierte Waldgebiete möglichst gezielt aus der Luft aus. Dafür waren Absperrungen notwendig, die sich flexibel nach den jeweils aktuell abzuarbeitenden Flächen richteten. Die Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz hatte dafür in ihrem Wegeservice eigens eine Rubrik eingerichtet und hat die wieder freigegebenen Waldkalkungsbereiche zeitnah in ihrer interaktiven Karte abgebildet.

Pilze und Beeren können nun nach Aufhebung der Sperrungen von gekalkten Flächen gesammelt und nach dem Waschen verzehrt werden.

Weitere Informationen zur Waldkalkung:

Die Waldkalkung wird von Sachsenforst zur Verbesserung des Bodenzustandes durchgeführt. Saure Einträge durch Luftschadstoffe werden dadurch abgepuffert. Ziel ist die Stabilisierung des Gesundheitszustandes der Waldbestände. 

Gemäß der Kalkungsrichtlinie werden dabei Flächen in Naturschutzgebieten und Wälder auf empfindlichen Nassstandorten grundsätzlich ausgespart.

Das Magnesium-Kalzium-Carbonatgemisch (gemahlenes Dolomitgestein) neutralisiert saure Einträge aus Luftschadstoffen im Boden, die das Feinwurzelsystem der Waldbäume schädigen. Die Kalkung mit einer Aufwandmenge von 3,0 t/ha wird im Rhythmus von 10 Jahren wiederholt durchgeführt. Bei der Waldkalkung im Bereich Bad Gottleuba-Berggießhübel betrug die Ausbringungsmenge in den 863,55 Hektar Landeswald rund 2.590 Tonnen und in den 149,59 Hektar Privat- und Körperschaftswald rund 450 Tonnen.

Die Maßnahme wird zu 100% durch die Europäische Union und den Freistaat Sachsen finanziert und ist für die Waldeigentümer kostenfrei.

 BU

Foto: Kai Noritzsch

Zwei spezialisierte Piloten warfen für die alle 10 Jahre fällige Waldkalkung gemahlenes Dolomitgestein über dem Waldgebiet südöstlich von Bad Gottleuba-Berggießhübel ab. Sie verteilten zur Verbesserung des Bodenzustandes innerhalb von rund 12 Tagen etwa 3.000 Tonnen.