Revierleiter Frank Wagner:
"Von Anbeginn setze ich mich für die naturgemäße Waldbewirtschaftung ein...

Es ist schön, die Entwicklung des Waldes seit fast 40 Jahren hier so mitzugestalten."

Am Aktionstag „genialsozial“ 2023 lernen Schülerinnen und Schüler unter praktischer Anleitung durch den Leiter des Nationalparkrevieres Hohnstein Frank Wagner das Beseitigen von invasivem Springkraut zur Vorbereitung von Neupflanzungen im Landschaftsschutzgebiet.
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Revier Hohnstein

Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz

Das Nationalparkrevier Hohnstein ist Teil des einzigen sächsischen Nationalparks – dem Nationalpark Sächsische Schweiz. Das Revier befindet sich nordöstlich der Elbe im Elbsandsteingebirge und weist auf einer Fläche von 1.800 Hektar eine beeindruckende Naturausstattung auf. Neben artenreichen Wäldern findet man hier besonders schöne Flusstäler wie beispielsweise das Tal von Polenz und Sebnitz. Das Polenztal ist nebenbei eines der ältesten Naturschutzgebiete in Sachsen.

Die Waldflächen des Reviers liegen seit der Umorganisation von 2024 zu 97% im Nationalpark und sind als reines Landeswaldrevier Eigentum des Freistaates Sachsen, d.h. vordergründig ist hier nun die Aufgabe des Prozessschutzes. Revierförster Frank Wagner arbeitet nach Möglichkeit nach den Grundsätzen der integrativen naturgemäßen Waldbewirtschaftung (INW).

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Die vielfältigen Baumarten im Revier Hohnstein - hier: im Polenztal - zählen zur natürlichen Vegetation und gelten deshalb als besonders wertvoll. 97% der 1800 Hektar Wald liegen im Nationalpark.
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Blick über das Revier Hohnstein vom Weizdorfer Berg rüber zum Lilienstein. Das Revier ist seit der Umorganisation von 2024 ein reines Landeswaldrevier mit 1800 Hektar Landeswald.

Im Staatswald des Reviers Hohnstein erfolgt der Waldumbau bereits seit vielen Jahren erfolgreich über die naturgemäße Waldbewirtschaftung hin zu stabilen Wäldern. Baumarten der potentiellen natürlichen Vegetation spielen auf dem Weg hin zum überwiegenden Prozessschutz eine wichtige Rolle. Voranbauten mit Laubbaumarten, Waldpflege und das Wiedereinbringen und Etablieren der Weißtanne in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet sind nur einige Beispiele. Das Saatgut für die jungen Weißtannen stammt dabei aus zertifizierten Saatgutbeständen im Polenztal.

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Bei der Wiedereinbringen und Etablieren der Weißtanne in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet stammt das Saatgut aus zertifizierten Saatgutbeständen beispielsweise im Polenztal.
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Besonders schonendes Arbeiten mit Pferderückung: Förster Frank Wagner führt sorgfältig solche aufwändigen Maßnahmen durch, die sowohl Artenvielfalt als auch Waldbrandschutz dienen.

Besonderheiten im Revier Hohnstein

Die Wälder im Brandgebiet im Nationalpark Sächsische Schweiz sind vielen Menschen vertraut. Nicht nur Hohnsteiner, sondern Erholungssuchende aus der weiten Umgebung kennen sie und verbinden damit vor allem hohe Buchenwälder, bequeme Spazierwege und die Vorfreude auf eine schöne Aussicht und gutes Essen an der Brandgaststätte. 

In Naturschutz- und Forstkreisen sind diese Wälder vor allem wegen ihrer Vielfalt der hier anzutreffenden Baumarten bekannt, die zur natürlichen Vegetation im Nationalpark zählen und deshalb als besonders wertvoll gelten. Das trug auch dazu bei, dass das Nationalparkrevier Hohnstein als eines von 13 Beispielrevieren im Freistaat Sachsen ausgewählt wurde. 

  • Baumarten im Oberstand (ha) / im Oberstand (%) / im Unterstand (ha) / im Unterstand (%)
  • Fichte 496,3    33    250,8   30,4
  • Kiefer 225,6   15   19,1   2,3
  • Lärche   75,2   5   0,0   0,0
  • Sonstige Nadelbaumarten  15,0  1   16,5   2,0
  • Interimsbaumarten  0,0  0  7,0  0,8
  • Buche  315,8  21  253,8  30,8
  • Eiche  75,2   5  17,8  2,2
  • Sonstige Hartlaubbaumarten  120,3  8  131,3  15,9
  • Birke  165,4  11  41,4  5,0
  • Sonstige Weichlaubbaumarten  15,0  1  87,4  10,6
  • Pferderückung für mehr Artenvielfalt und zur Waldbrandprävention (Mehr zur Maßnahme unter Meldungen)
  • Erneuerung eines Lehrpfades im Bereich Hohnstein (Zusammenarbeit des Nationalparks mit der Stadt Hohnstein)
  • Pflege und Entwicklung von 2,2 Hektar Offenland im Landschaftsschutzgebiet, Pflanzung von Sträuchern und Wildobst
  • Teichsanierung
  • Wiederbewaldung von Kalamitätsflächen im Staatswald
  • Waldrandgestaltung mit Sträuchern und Wildobst außerhalb des Nationalparks
  • Exkursion im Revier Hohnstein im Rahmen der Ausbildung zertifizierter Nationalparkführer
  • Aktionen mit Junior-Rangern und der Nationalparkwacht

Zur Herausforderung entwickeln sich die zunehmenden Besucherzahlen im Nationalpark. Einige hochfrequentierte Gebiete liegen ganz in der Nähe von Brutplätzen geschützter Vogelarten, sodass der Spagat zwischen Naturschutz und Erholungssuchenden immer häufiger zum Arbeitsalltag dazugehört.

Kontaktdaten zu Revierleiter Wagner

Das Revier Hohnstein auf der Karte

Besucheradresse
Forstrevier Hohnstein:

Revierförster Frank Wagner
Basteistraße 103
01847 Lohmen

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