Es ist schön, die Entwicklung des Waldes seit fast 40 Jahren hier so mitzugestalten."
Revier Hohnstein
Das Nationalparkrevier Hohnstein ist Teil des einzigen sächsischen Nationalparks – dem Nationalpark Sächsische Schweiz. Das Revier befindet sich nordöstlich der Elbe im Elbsandsteingebirge und weist auf einer Fläche von 1.800 Hektar eine beeindruckende Naturausstattung auf. Neben artenreichen Wäldern findet man hier besonders schöne Flusstäler wie beispielsweise das Tal von Polenz und Sebnitz. Das Polenztal ist nebenbei eines der ältesten Naturschutzgebiete in Sachsen.
Die Waldflächen des Reviers liegen seit 2024 zu 97% im Nationalpark Sächsische Schweiz und damit steht der Großteil des Waldes unter Prozessschutz. Der Wald ist als reines Landeswaldrevier Eigentum des Freistaates Sachsen. Revierförster Frank Wagner arbeitet im Pflegebereich des Nationalparks nach den Grundsätzen der integrativen naturgemäßen Waldbewirtschaftung (INW).
Im Staatswald des Reviers Hohnstein erfolgte der Waldumbau in den letzten Jahrzehnten erfolgreich über die naturgemäße Waldbewirtschaftung hin zu stabilen Wäldern. Baumarten der potentiellen natürlichen Vegetation spielen auf dem Weg hin zum überwiegenden Prozessschutz eine wichtige Rolle. Voranbauten mit Laubbaumarten, die Waldpflege und das Wiedereinbringen und Etablieren der Weißtanne in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet sind nur einige Beispiele. Das Saatgut für die jungen Weißtannen stammt dabei aus zertifizierten Saatgutbeständen im Polenztal.
Besonderheiten im Revier Hohnstein
Die Wälder im Brandgebiet im Nationalpark Sächsische Schweiz sind vielen Menschen vertraut. Nicht nur Hohnsteiner, sondern Erholungssuchende aus der weiten Umgebung kennen sie und verbinden damit vor allem hohe Buchenwälder, bequeme Spazierwege und die Vorfreude auf eine schöne Aussicht und gutes Essen an der Brandgaststätte.
In Naturschutz- und Forstkreisen sind diese Wälder vor allem wegen ihrer Vielfalt der hier anzutreffenden Baumarten bekannt, die zur natürlichen Vegetation im Nationalpark zählen und deshalb als besonders wertvoll gelten. Das trug auch dazu bei, dass das Nationalparkrevier Hohnstein als eines von 13 Beispielrevieren im Freistaat Sachsen ausgewählt wurde.
- Fichte: 496,3 ha bzw. 33 % im Oberstand sowie 250,8 ha bzw. 30,4 % im Unterstand
- Kiefer: 225,6 ha bzw. 15 % im Oberstand sowie 19,1 ha bzw. 2,3 % im Unterstand
- Lärche: 75,2 ha bzw. 5 % im Oberstand sowie 0,0 ha bzw. 0,0 % im Unterstand
- Sonstige Nadelbaumarten (wie Weißtanne): 15,0 ha bzw. 1 % im Oberstand sowie 16,5 ha bzw. 2,0 % im Unterstand
- Buche: 315,8 ha bzw. 21 % im Oberstand sowie 253,8 ha bzw. 30,8 % im Unterstand
- Eiche: 75,2 ha bzw. 5 % im Oberstand sowie 17,8 ha bzw. 2,2 % im Unterstand
- Sonstige Hartlaubbaumarten: 120,3 ha bzw. 8 % im Oberstand sowie 131,3 ha bzw. 15,9 % im Unterstand
- Birke: 165,4 ha bzw. 11 % im Oberstand sowie 41,4 ha bzw. 5,0 % im Unterstand
- Sonstige Weichlaubbaumarten: 15,0 ha bzw. 1 % im Oberstand sowie 87,4 ha bzw. 10,6 % im Unterstand
- Pferderückung für mehr Artenvielfalt und zur Waldbrandprävention (Mehr zur Maßnahme unter Meldungen)
- Erneuerung eines Lehrpfades im Bereich Hohnstein (Zusammenarbeit des Nationalparks mit der Stadt Hohnstein)
- Pflege und Entwicklung von 2,2 Hektar Offenland im Landschaftsschutzgebiet, Pflanzung von Sträuchern und Wildobst
- Teichsanierung
- Wiederbewaldung von Kalamitätsflächen im Staatswald
- Waldrandgestaltung mit Sträuchern und Wildobst außerhalb des Nationalparks
- Exkursion im Revier Hohnstein im Rahmen der Ausbildung zertifizierter Nationalparkführer
- Aktionen mit Junior-Rangern und der Nationalparkwacht
Zur Herausforderung entwickeln sich die zunehmenden Besucherzahlen im Nationalpark. Einige hochfrequentierte Gebiete liegen ganz in der Nähe von Brutplätzen geschützter Vogelarten, sodass der Spagat zwischen Naturschutz und Erholungssuchenden immer häufiger zum Arbeitsalltag dazugehört.
Das Revier Hohnstein auf der Karte
Revierförster Frank Wagner
Basteistraße 103
01847 Lohmen
Kontaktdaten zu Revierleiter Wagner