Ottomühle-Revierleiter Christian Schmidt:
"Ich kann nur naturnahen Waldbau...

...das ist eine Herzensangelegenheit, die von innen heraus mein großer Antrieb ist."

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Revier Ottomühle

Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz

Das Forstrevier Ottomühle umfasst eine Fläche von ca. 1.500 Hektar und erstreckt sich linkselbisch im Bereich des oberen Bielatales entlang der tschechischen Grenze zwischen Markersbach und Rosenthal-Bielatal. Die Naturausstattung des Reviers wird geprägt durch seine Lage in der Sächsischen Schweiz und dem charakteristischen Relief.

Die Waldflächen des Reviers befinden sich größtenteils auf einer Hochebene, welche zum Teil zerfurcht wird von tief eingeschnittenen Tälern des Flusses Biela und kleinerer Nebenflüsse. An den Talrändern ragen markante Sandsteinfelsen empor, die natürliche Habitate für viele geschützte und seltene Vogelarten sind. Das Revier ist zu zwei Dritteln als Vogelschutzgebiet (SPA) und Flora-Fauna-Habitat ausgezeichnet.

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Landschaftliche Attraktivität, ca. 240 Klettergipfel und Abschnitte des Forststeigs prägen das Revier Ottomühle und ziehen viele Besuchende an.
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Das Revier ist zu zwei Dritteln als Vogelschutzgebiet (SPA) und Flora-Fauna-Habitat ausgezeichnet - hier schaut ein Raufußkauz aus seiner Baumhöle.

Die Plateaulagen des Reviers sind zu 60 % mit Interimsbaumarten wie Japanischer Lärche oder Omorika-Fichte bestockt, die aus dem großflächigen Waldsterben der 80er Jahre hervorgingen und seit vielen Jahren sukzessive in naturnahe Wälder mit Weißtanne und Mischlaubhölzern überführt werden. Viele kleine Mosaikflächen aus mittelalten bis alten Laubhölzern bilden bereits heute Biotopbaumgruppen, die als Trittsteinbiotope wichtige Funktionen für Flora und Fauna übernehmen. 

Großflächige Lärchenbestände und Flächen mit Interimsbaumarten auf den Plateaulagen abseits der Sandsteinfelsen sind Zeitzeugen des Waldsterbens Mitte der 80er Jahre. Glücklicherweise überlebten damals viele der heute 80-160jährigen Buchentümpel und durchbrechen die Monokulturen mosaikartig. Der Erhalt dieses »grünen Augen« und das Fördern eingeengter Eichen und der beginnenden Naturverjüngung in den vergangenen Jahrzehnten münden heute in einer gewissen Vielfalt. Die bereits in der Vergangenheit aufgebrachte Aufmerksamkeit für Vielfalt und Biotopschutz sind Ursprung für die heutigen Möglichkeiten auf dem Weg zu mehr Artenvielfalt.

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Auf der Aussicht »Grenzplatte« konnten Vogelexperten beispielsweise das Brutgeschehen eines Wanderfalkenpaares auf der tschechischen Seite beobachten.
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Durch das Forstrevier Ottomühle verläuft der sehr beliebte Trekkingpfad „Forststeig Elbsandstein“, hier rasten Wanderinnen mit Ausblick auf die böhmischen Wälder.

Besonderheiten im Revier Ottomühle

  • Fichte: 462,7 ha bzw. 32,4 % im Oberstand sowie 441,7 ha bzw. 51,6 % im Unterstand
  • Kiefer: 195,6 ha bzw. 13,7 % im Oberstand sowie 11,9 ha bzw. 1,4 % im Unterstand
  • Lärche: 352,7 ha bzw. 24,7 % im Oberstand sowie 12,6 ha bzw. 1,5 % im Unterstand
  • Sonstige Nadelbaumarten (wie Weißtanne): 8,6 ha bzw. 0,6 % im Oberstand sowie 49,2 ha bzw. 5,7 % im Unterstand
  • Buche: 77,1 ha bzw. 5,4 % im Oberstand sowie 87,9 ha bzw. 10,3 % im Unterstand
  • Eiche: 58,5 ha bzw. 4,1 % im Oberstand sowie 17,3 ha bzw. 2,0 % im Unterstand
  • Sonstige Hartlaubbaumarten: 5,7 ha bzw. 0,4 % im Oberstand sowie 28,1 ha bzw. 3,3 % im Unterstand
  • Birke: 205,6 ha bzw. 14,4 % im Oberstand sowie 25,4 ha bzw. 3,0 % im Unterstand
  • Sonstige Weichlaubbaumarten: 25,7 ha bzw. 1,8 % im Oberstand sowie 179,5 ha bzw. 21,0 % im Unterstand
  • Arbeitstreffen mit den Gipfelpaten und gemeinsame Exkursion zu den Wiesensteinen (Mehr Informationen hier in der Pressemeldung vom 27.03.2026)
  • Horstschutzzonierung für Wanderfalke und auch für den Uhu im Revier Ottomühle
  • Anlage von Blühstreifen parallel zu Abfuhrwegen zur Erhöhung der Artenvielfalt
  • Anlage und Pflege von Streuobstwiesen mit alten heimischen Obstsorten
  • Einbringen von Weißtanne im Rahmen des Waldumbaus auf großer Fläche ohne Zaun
  • jährlich stattfindende Pflanzaktion mit Sächsischem Bergsteigerbund (SBB) im Frühjahr und Pflegeeinsatz im Herbst
  • Drückjagd im November mit Unterstützung durch den Sächsischen Bergsteigerbund
  • ganzjährig Ausbildung von Gipfelpaten in Kooperation mit dem Sächsischen Bergsteigerbund

Das Revier Ottomühle ist durch seine landschaftliche Attraktivität und die Nähe zum Nationalpark Sächsische Schweiz ein Besuchermagnet und mit ca. 240 Klettergipfeln und unzähligen Sandsteinwänden ein wahres Kletterparadies. Dabei kommt es nicht selten zu Spannungen zwischen den verschiedenen Gruppen der Erholungssuchenden, dem Naturschutz und der naturnahen Waldbewirtschaftung, denen letztendlich nur durch ein gutes Miteinander und durch eine gute Kommunikation begegnet werden kann.

Durch das Forstrevier Ottomühle verläuft der sehr beliebte TrekkingpfadForststeig Elbsandstein“, der es Erholungssuchenden erlaubt, auf einer mehrtägigen siedlungsfernen Wanderung weitgehend naturbelassene Wälder aber auch wirtschaftlich genutzte, strukturierte Waldbereiche zu erleben. 

Das Revier Ottomühle auf der Karte

Besucheradresse
Forstrevier Ottomühle:

Dorfstraße 26  
01816 Markersbach 

Kontaktdaten zu Revierförster Schmidt

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